10 Tage sind seit meinem Marathon-Debüt bei der Challenge Roth als Staffelmitglied vergangen. Diese 10 Tage waren notwendig, um einen nüchternen Blick auf das Ganze zu erhalten. Warum? Weil jetzt mal das ganze Adrenalin aus meinem Körper gewichen ist und auch die Schmerzen endlich weg sind.


Wie alles begann...

Aber mal von Anfang an. Am Montag vor einem Jahr hatte ich mich eigentlich spontan entschieden einen Staffelplatz in Roth zu ergattern - eigentlich nur, weil Philipp und Kai nach ihrem ersten Ironman und ersten Langdistanz-Rausch entschieden haben, gleich eine zweite dranzuhängen. Ich war mir eigentlich fast sicher, dass ich keinen Platz bekommen würde, aber ich wurde eines besseren belehrt und stand da nun, mit einem Staffel-Slot und 595€ weniger am Konto. Eigentlich wollte ich am liebsten die 180km radeln, das Schwimmen fiel sowieso weg, weil mir das ganze Drumherum für eine Stunde mit einer Disziplin, die nicht so geilist,wie die anderen beiden, zu aufwendig wäre und irgendwie fühlte ich mich noch immer nicht bereit für einen Marathon - und das, obwohl ich eigentlich schon seit 2009, also 9 Jahren das Laufen trainiere (seit 2010 mit Trainingsplan und seit 2014 mit Trainer(n)). Da sich aber niemand für einen Marathon bereit erklären wollte und ich wusste, dass ich mich nicht ewig davor drücken konnte - ich möchte ja schließlich auch irgendwann eine ganze Langdistanz machen - machte ich es und Jakub übernahm den Radpart. Kurz darauf fanden wir auch einen Schwimmer, der es sich jedoch kurz vorm großen Tag wieder umentschied, doch zum Glück sprang in letzter Sekunde ein Teamkollege vom Team Zoot für ihn ein.


Mein Training für den ersten Marathon

Mein Training im Vorfeld lief eigentlich gut - vor allem in der Zeit, in der ich nicht arbeitete (Dez-März), konnte ich viel an der Grundlage feilen. Zum Glück blieb ich in der Zeit trotz großem Umfang verletzungsfrei und konnte einen Tag bevor ich wieder in die Arbeitswelt zurückkehrte mein gutes Gefühl mit einer Halbmarathonzeit von 1:33:29 bestätigen. Doch dann wurde es stressig und es blieb nicht mehr viel Zeit für’s Training. Ab da standen kaum mehr Long Jogs am Plan und die Läufe waren meist nur Koppelläufe oder Intervalle bei unserer Teamballerei. Ein 34er und ein 30er standen im unmittelbaren Vorfeld noch am Plan, die ich super wegsteckte - ohne Durchhänger oder Muskelkater danach. Dies Umstände gaben mir die Sicherheit, dass ich den Marathon laufen konnte. Nur mit der angestrebten Pace von 4:59/km war ich mir nicht so sicher, weil es eine Pace war, die ich nie lief - entweder war das Training um einiges schneller oder langsamer (so soll es auch sein, aber man fühlt sich dadurch unsicher).

Eine Woche vor der Challenge Roth machte ein Team Zoot Kollege beim Austria Xtreme Triathlon mit, bei dem ich mit ihm einen kleinen Teil (ca. 7km) mit ihm mitlief. Hier liefen wir gemeinsam ca 4:55/km und es fühlte sich mega gut und locker an - dies gab mir das letzte Stück Selbstvertrauen und Sicherheit, das ich noch benötigte.

Innerlich war ich extrem entspannt und ich freute mich so sehr auf Roth, das Event, meine Teamkollegen, die Stimmung, das Drumherum. Ich hatte irgendwie dauernd das Feeling, dass ich nur eine Supporter-Rolle spielte, definitiv aber nicht, dass ich an dem Tag selbst eine Rolle spielen werde. Philipp meinte dauernd nur - du wirst erst nervös werden, wenn du dein Startsackerl in Händen halten wirst. Aber nicht mal da war ich es.

Der Tag X

Die Tage davor waren eigentlich mega stressig und ich war dauernd fertig von der Hitze und dem vielen Herumgerenne. Am Tag X ging es für mich und Jakub um 5:30 von Nürnberg nach Roth. Ich wusste, dass es für mich ein langer Tag werden würde. Die “Supporter-Kilometer” davor machten mir etwas Sorgen, weil ich mich kannte - ich musste Kai und Philipp einfach auf der Strecke unterstützen sowie unsere Staffelmitglieder. Nervös war ich aber nicht, als Philipp und Kai starteten. Nervös war ich nicht, als unser Schwimmer Chris wegschwomm und wiederkam. Auch nicht als Jakub wegfuhr und auch nicht als ich mich in die Wechselzone 2 für meinen Start begab. Irgendwie relativierte sich alles für mich, denn die Teilnehmer mussten ALLES machen - 3,8km schwimmen, 180km radfahren und 42,2km laufen und nicht nur wie ich einen LULU-Marathon machen. Ich denke, dass das auch der Grund war, warum ich keine einzige Sekunde nervös war. Als dann Jakub in die Wechselzone einbog, freute ich mich richtig und lief los - und gleich mal falsch abgebogen, aber zum Glück gleich bemerkt und kehrte schnell um. Dann lief ich mit einem riesen Smile und musste mich bremsen, da es gleich mal bergab ging. Nach ca. 5km kam mir auch schon Philipp entgegen und 200m weiter Kai - beide nicht sehr begeistert. Gefühlt grinste ich sie nieder, ich fühlte mich gut und es lief einfach perfekt. Kurz vorm Kanal war ein Hotspot mit sehr vielen Leuten, die Party machen und mich anfeuerten, als würde ich gerade den Sieg holen. Ich grinste noch mehr und feierte gröhlend mit :)


Am Kanal fand ich einen Mitläufer, der genau mein Tempo lief und schloss mich ihm an - bis ca. KM 12, dann war er plötzlich bei einer Verpflegungsstation weg. Übrigens waren ca alle 2km Verpflegungsstationen mit Schwämmen, Getränken, Gels und Essen, was wirklich mega war. Vor allem die Schwämme wechselte ich bei jeder Station und steckte sie mir in meinen Trisuit (ja ich lief im Trisuit - denn ich brauchte ihn wegen den Schwämmen und den Fächern) und trank immer Wasser oder Iso. Nach 14,5km nahm ich das erste Gel, obwohl ich nicht unbedingt das Gefühl hatte, dass ich es brauchte - aber sicher ist sicher. Das Tempo von ca 4:50/km fühlte sich locker an und mein Puls war für meine Verhältnisse sehr niedrig. Nach 21,1km hatte ich gerade mal das Gefühl als wäre eine halbe Stunde vergangen. “Jetzt geht’s los” dachte ich mir, weil es fühlte sich nicht anstrengend an.

Nach 25km dachte ich mir “Was kann ich allen von meinem ersten Marathon erzählen, bis jetzt ist einfach nichts passiert” aber hatte gleichzeitig die Worte im Kopf “bei einem Marathon kann so viel passieren”. Nach 26km dachte ich mir “Marathon wird meine neue Lieblingsdisziplin, das ist ja wie ein Long Jog”. Und dann kam Kilometer 27... Plötzlich zog es sehr unangenehm am linken seitlichen Oberschenkelmuskel und ich ahnte schlimmes - es fühlte sich so an, wie letztes Jahr bei meinem Runners Knee, aber kaum dachte ich daran, begannen meine beiden vorderen Oberschenkel zu brennen und zwar von Schritt zu Schritt immer mehr. Es fühlte ich an als würde ich seit 5 Minuten einen Wallsit machen und die Oberschenkel fingen zum Streiken an. Ich wusste nicht, was ich machen sollte, also lief ich einfach weiter, in der Hoffnung, dass meine Oberschenkel einfach mit Schmerzen weitermachen würden. Ab KM 33 ging es dann steil bergauf und ich hoffte, dass es vlt durch die andere Bewegung besser werden würde, aber nein, es wurde nur noch schmerzhafter. Aber zumindest hatte ich nur mehr 9km vor mir und ich hoffte, dass meine Oberschenkel mich auch ins Ziel brachten.

Aber wo es raufgeht, geht’s auch runter. Ganz oben ging es dann um einen Teich herum, auf gleichem Weg wieder zurück. Als es dann bergab ging, dachte ich, ich musste sterben. Die Schmerzen waren noch schlimmer, weil ich jeden Schritt mit meinen Oberschenkel abfangen musste. Ich lief runter wie auf weichen Eiern und schaffte gerade mal eine Pace von 4:59/km - langsamer als meine bisherige Durchschnittspace. Ich warf mir noch mein letztes Gel - Xtreme Koffein - ein, in der Hoffnung, dass ich noch irgendwie bis zum Ende durchbeißen konnte. Plötzlich fing mein Herz richtig zu rasen an und ich spürte das XTREME in dem Gel, aber meine Beine konnten nichts mit dem Gel anfangen - ab jetzt merkte ich, wie die Muskeln immer mehr streikten und ich wirklich mental kämpfen musste, nicht stehen zu bleiben vor lauter AUA! Bei KM 39 kam Philipps Papa für ein paar Meter mit und meinte “Wann bist du gestartet?” “Um 15:10” “Dann gehen sich die 3:30 knapp aus, wennst jetzt weiterlaufst”. Ich bemitleidete mich zum ersten Mal in dem Rennen und sprach es zum ersten Mal aus “Ich hoffe, weil ich hab so große Schmerzen, meine Muskeln wollen nicht mehr”. Gefühlt konnte man zum allerersten Mal meinen Schmerz im Gesicht ansehen, weil ich alles verzog. Ich kämpfte und kämpfte mit dem Ziel vor Augen.


500m vor dem Ziel wartete meine Staffel auf mich und es ging über Wiese und ich stolperte nur so herum. Und schon war da die letzte Kurve und ich zog das Tempo nochmal an und da wars - das langersehnte Ziel. Das Ziel, auf das ich seit 9 Jahren hingearbeitet hatte. Das Ziel, das ich mir niemals zugetraut hatte. Das Ziel, das mir keiner mehr nehmen kann. Das Ziel, auf das ich aufgrund der Umstände mega stolz bin. Das Ziel, das ich in meinem Leben nie wieder vergessen werde.

Im Ziel angekommen...

... fiel ich einfach seitlich komplett wie versteinert um. Die Helfer fragten mich, ob eh alles okay war. Mit einem Grinser lag ich da, wie ein Käfer, der sich nicht mehr rühren konnte. “Ja, sagte ich, aber ich komm nicht mehr auf”. Sie versuchten mich aufzuhieven, aber immer über die Beine und ich schrie, weil das waren höllische Schmerzen. Schnell ließen sie mich los und ich lag wieder da. 3 Versuche später schrie ich, dass es so nicht ging. Ich musste meine Beine dagegen stemmen, sonst ist das Gewicht immer auf meinen Oberschenkeln. Also stemmte ich mich mit den Beinen dagegen und Jakub zog mich auf. Ich schaute auf die Uhr und ließ einen Jubelschrei los - da standen doch echt 3:27:20 auf der Uhr (inkl Wechselzone)...ich konnte es kaum fassen. Ich hatte es geschafft - viel schneller als ich mir es erträumt hatte. Ich war einfach nur geflashed von allem. Es war einfach alles nur schön, wie auf Drogen (also so denke ich, das Drogen wirken könnten ;)) Und dann realisierte ich den Schmerz, der noch schlimmer war, als während dem Laufen. Gehen konnte ich nur mehr im Mäuseschritt. Meine linke “Zeigezehe” fühlte sich an, als würde der Nagel am Schuh oben festhängen, meine rechte fühlte sich an, als wäre eine fette Blase am heranwachsen. Alle wollten, dass ich mich hinsetzte, das ging aber einfach nicht. Auf die Massageliege kam ich auch nicht rauf, geschweige denn wieder runter. Und, dass die Massage die schlimmste meines Lebens war, darauf brauch ich auch nicht näher eingehen. Das allerschlimmste war aber das aufs Klo gehen, ich konnte mich einfach nicht hinhocken oder hinsetzen. Und ja mein erster Klogang war im Stehen im Wald :D Und in der Nacht konnte ich nicht am Bauch liegen, weil ich da auf meinen Oberschenkeln lag, die höllisch schmerzten. Jetzt aber die Preisfrage, die sich jetzt sicher alle stellen, die noch nie einen Marathon gelaufen sind: WARUM zur Hölle tut man sich so etwas an? 10 Tage danach bin ich zwar nicht mehr so benebelt, wie ich es die erste 3 Tage war, aber ES ist einfach GEIL (wenn man das DANACH ausblenden kann :D).


In Teil 2 möchte ich allgemeiner das Thema Marathon betrachten, warum es in den letzten Jahren so zum Hype geworden ist, warum fast jeder schon einen Marathon gelaufen ist oder so schnell wie möglich einen laufen will und warum es besser wäre einfach etwas geduldiger zu sein.



Dass unsere Ernährung beim Sport für Erfolg oder Niederlage sorgen kann, ist nichts Neues. Dass die richtige Verteilung der einzelnen Bausteine Kohlenhydrate, Proteine und Fette zum Erfolg führen kann, haben die meisten von euch auch schon gehört. Aber wie ist das eigentlich mit den Fetten? Einfach weglassen, weil sie “böse” sind und uns auch "fett" machen? Oder ist es genau umgekehrt, dass sie eigentlich lebensnotwendig sind? Und wie sieht es beim Sport aus - brauchen wir da unbedingt Fette? Fragen über Fragen, die eigentlich ganz leicht zu beantworten sind.

Fette bestehen aus Fettsäuren, die in gesättigte, einfach ungesättigte und mehrfach ungesättigte unterteilt werden. Als Sportler sollten wir 25-30% Fette am Tag zu uns nehmen, welche aus maximal 10% gesättigten (tierische Fette und gehärtete und feste Pflanzenöle), ca. 10-13% einfach ungesättigten (Oliven-, Rapsöl) und 7-10% mehrfach ungesättigten Fettsäuren (Lein-, Walnuss-, Sojaöl und Kaltwasserfische Makrele, Hering Lachs) bestehen sollen. Bei den ungesättigten Fettsäuren unterscheidet man wiederum drei Arten: 

  • Omega-9 Fettsäuren (können vom Körper selbst hergestellt werden, sonst Raps-, Olivenöl)
  • Omega-6 Fettsäuren (Maiskeim-, Sonnenblumen-, Distel- oder Kürbiskernöl) 
  • Omega-3 Fettsäuren (Raps-, Lein-, Soja-, Walnussöl und fette Fische). 

Das Verhältnis von Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren sollte 1:5 sein, doch bei den meisten Menschen ist das Verhältnis eher 1:20, was Entzündungen im Körper fördern und gefäßverengend wirken kann.  .

Aus dem Grund sollte mehr auf die Aufnahme von Omega-3 Fettsäuren geachtet werden, denn wir wollen ja vor allem als Sportler keine Entzündungen im Körper riskieren. Den höchsten Gehalt an Omega-3 besitzt Leinöl (Öl aus Leinsamen) mit 70% - als Vergleich hat Rapsöl 9% und Lachs 4% Anteil an Omega-3 Fettsäuren. Aus dem Grund möchte ich mich in dem Artikel mit Leinöl beschäftigen.

Laut Forschungsergebnissen hat Leinöl die günstigsten Einflüsse auf die Gesundheit, weil es Entzündungen im Körper hemmt, die Blutgerinnung fördert, Blutgefäße erweitert, den Blutdruck und Blutfette reguliert und somit gegen Thrombose, Herzinfarkt und Schlaganfälle vorbeugt. Sogar gegen Krebs soll das Öl vorbeugend wirken und auch Ängste und Depressionen lindern.

Wie setzt man das Öl aber sinnvoll in seine Ernährung ein? Am einfachsten ist es natürlich, wenn man jeden Tag einen Esslöffel Leinöl zu sich nimmt, aber pur ist das natürlich nicht jedermanns Sache. Leinöl hat einen großen Nachteil - es ist zum Braten und Backen eher ungeeignet, weil es maximal auf 107°C erhitzt werden darf. Denn bei dieser Temperatur beginnt das Öl zu rauchen und es bilden sich gesundheitsschädliche Transfette. Auch beginnt das Öl nach dem Öffnen zu oxidieren, weswegen es relativ schnell ranzig wird, wenn es mit Luft und Licht in Berührung kommt. Aus dem Grund sollte man das Öl nach dem Öffnen dunkel und kühl (im Kühlschrank) lagern und schnell aufbrauchen (innerhalb von 2 Monaten). Wenn es ranzig riecht und fischig schmeckt ist es nicht mehr zum Essen geeignet.

Am besten ist Leinöl für Salatsaucen, Pesto und zur Verfeinerung von Suppen, Gemüse und Smoothies geeignet, wobei das Öl erst nach dem Kochen hinzugefügt werden sollte. In Kombination mit pflanzlichen Proteinen erhöhen sich auch die positiven Effekte des Öls. Um euch ein paar Inspirationen zu geben, habe ich weiter unten drei leckere Rezeptideen für euch kreiert.

Um auch die anfangs gestellten Fragen noch zu beantworten: Fette machen nicht gleich fett, wenn man die guten Fette zu sich nimmt (ungesättigte und am besten Omega 3 und in Maßen Omega 6). Fette sind für unseren Körper lebensnotwendig, da der Körper Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren nicht selbst herstellen kann und für Prozesse im Körper unabdingbar sind. Beim Sport brauchen wir Fette, denn beim Grundlagentraining greift unser Körper die meiste Zeit auf Fette zu. Zwar ist es aus sportlicher Sicht weniger schlimm, wenn wir mal auf Fette verzichten, wenn wir Grundlagentraining machen, als auf Kohlenhydrate zu verzichten, wenn wir Intervalle machen, weil der Körper hat unendlich viele Fettdepots im Gegensatz zu einem kleinen begrenzten Kohlenhydratspeicher. Da aber Omega-3 Fettsäuren Entzündungen hemmen, ist es gut diese vorbeugend zu sich zu nehmen, denn vor allem, wenn man viel trainiert, ist die Verletzungsgefahr am höchsten.



Heidelbeer-Erdbeer Topfencreme mit gerösteten Nüssen und Leinöl


Zutaten für 1 Person
  • 125g Magertopfen
  • 75g Joghurt 0,1% Fett
  • 1 EL Leinöl
  • 1 Spritzer Zitronensaft
  • 1 TL Ahornsirup oder andere Süße
  • 50 g verschiedene Nüsse (Mandeln, Erdnüsse, Haselnüsse, Walnüsse, Cashewnüsse..)
  • 1 TL Hanfsamen
  • 75g Heidelbeeren
  • 2 Erdbeeren

  1. In einer heißen Pfanne Nüsse und Hanfsamen rösten und immer wieder durchschwenken bis sie Farbe bekommen, kurz abkühlen lassen
  2. Topfen, Joghurt, Leinöl, Zitronensaft, Süße in einer Schüssel verrühren
  3. Heidelbeeren und Erdbeeren waschen und auf dem Topfengemisch verteilen
  4. Nüsse auf den Topfen geben. Fertig.


Pita Pizza mit Avocado-Leinöl Guacamole


Zutaten für 1 Person
  • 1 Pitabrot
  • 1/2 Avocado
  • 1 TL Zitronensaft
  • 1 TL Leinöl
  • 1 Prise Chili
  • 1 Ei
  • Butter, Salz, Pfeffer

  1. Pitabrot im Toaster aufbacken
  2. Die Avocado mit einer Gabel zerdrücken und mit Zitronensaft, Salz, Pfeffer, Leinöl und Chili zu einer Art Guacamole vermengen
  3. In einer kleinen Pfanne ein wenig Butter zerlassen und ein Ei aufschlagen. Spiegelei zubereiten bis das Eiweiß gestockt ist.
  4. Guacamole auf dem Pitabrot verstreichen und mit dem Spiegelei garnieren.



Bunter Salat mit Leinöl Vinaigrette


Zutaten für 1 Person
  • 75g gemischter grüner Salat
  • 1 Tomate
  • 1 EL Leinöl
  • 2 EL Balsamico
  • 1 Spritzer Zitrone
  • 1/2 TL Senf
  • Salz, Pfeffer

  1. Öl, Essig, Zitrone, Senf, Salz, Pfeffer zu einer Vinaigrette verrühren
  2. Salat waschen, Tomate in Stücke schneiden
  3. Alles in einer Salatschüssel vermengen
Hier geht's zum Leinöl, das ich verwende: https://goo.gl/TkVC6g




Wie schon letztes Jahr saß ich, als ich mit diesem Blogartikel anfing, gerade im Zug und dachte über das vergangene Jahr nach. Während ich letztes Jahr voller Endorphine die Ziellinie des Jahr 2016 überquerte, saß ich dieses Mal da und fragte mich, was ich in den 12 Monaten bis hin zur Finishline besser machen hätte können.
2017 war sehr rasant – langweilig war mir definitiv nicht. Begonnen hat das Jahr, wie fast jedes Jahr, in Bad Gastein, nur leider ohne Snowboarden, weil ich mir im Dezember 2016 blöderweise in die Hand geschnitten hatte und dadurch weder schwimmen, noch Sportarten für welche ich meine Hand brauchte, ausführen konnte (Jänner). 
Doch zum Glück verlief die Heilung relativ gut und ich konnte bald wieder ins Schwimmtraining einsteigen, doch Fortschritte gab es leider vorerst nicht (Februar). 
Im März ging es dann mit ein paar Leuten vom Team Wechselzone für 6 Tage nach Mallorca auf Trainingslager, wo über 600km radelnd, laufend und schwimmend absolviert wurden und es mega Spaß machte eine Woche unter Gleichgesinnten zu trainieren. 
Im April lief ich wegen meiner Arbeit zum ersten Mal nicht beim Vienna City Marathon mit, sondern lief den 10km Lauf am Tag zuvor, den es zum ersten Mal gab, mit und konnte gleich mit einer Bestzeit von 43:07 brillieren. Es ging laufend total bergauf und ich konnte von Lauf zu Lauf spüren, wie ich immer besser und stärker wurde. 

Dann kam der Mai und mit dem Mai große Schmerzen in der Leiste und folgend im Knie. Das Runner’s Knee hatte mich glücklicherweise nur ca. 2 Wochen begleitet, weil ich schnell und gut reagierte und wusste, was zu tun ist. Doch der Leistenschmerz blieb und somit auch mal mein Lauftraining. Im Mai, Juni und Juli musste ich mich mit den verschiedensten Ärzten herumschleppen und ihre Meinungen zu meiner Leiste anhören. Von „du solltest besser mit dem Triathlon aufhören und das Laufen weglassen und somit Biathlon machen“ - WTF? bis „wenn ich diese Hüfte sehe und ans Laufen denke, wird mir schlecht“ konnte ich mir anhören und helfen konnte mir sowieso niemand, außer, dass eine weiche Leiste, die eigentlich nur Fußballer durch schnelle Ausweichbewegungen und Schüsse, bekommen können. Somit verzichtete ich den restlichen Mai mal aufs Laufen und musste auch meinen Staffellaufpart beim Ironman 70.3 in St.Pölten wehmütig gegen den Schwimmpart tauschen, aber einen Halbmarathon konnte ich zu dem Zeitpunkt definitiv nicht absolvieren. 
Ende Mai und im Juni verzichtete ich auf das Laufen im Training (nur kurze Koppelläufe) und lief nur die Wettkämpfe, bei denen ich schon angemeldet war und hatte glücklicherweise keine Schmerzen, obwohl ich die Leiste spürte. Wenn aber nach einem Wettkampf 5 Mädels zu dir herkommen und dich fragen, ob du einem Motor im Fahrrad hast oder was du genommen hast und du nach Eva Wutti die zweitbeste Radzeit hast, dann weißt du, dass beim Radeln einiges weitergegangen ist – zumindest das 😊 Auch ging es mir bei meinen ersten beiden Europameisterschaften in Kitzbühel (Olympisch), zwar mit erster Penalty Strafe, für die ich definitiv nichts konnte, und in Düsseldorf (Sprint) erstaunlich gut.
Im Juli hatte ich dann endlich meinen langersehnten Termin beim Ostheopathen/Physiotherapeut und er schaffte es mit nur wenigen Sitzungen meine Leiste wieder zu beruhigen und er verschrieb mir sogar laufen, weil er meinte, dass wir nur so sehen, ob es besser geworden ist. Also wurde wieder weitertrainiert, bevor die letzten Wettkämpfe im August und September anstanden. Nach einem erfolgreichen Krems Triathlon (August) wurde ich 5. Frau und bekam durch die mühsame Strecke bei der 4 verschiedene Untergründe durchlaufen werden, Knöchelprobleme und konnte dadurch wieder nicht laufen. 
Gerade als die Probleme wieder weg waren, wurde ich krank (Ende August) – Stirnhöhlenentzündung. Somit waren mal wieder 2 Wochen im Bett angesagt. Der Wettkampf auf den ich mich am meisten freute und ich mega motiviert war (Wien Triathlon Sprint und Olympisch) kam immer näher und die Entzündung wurde nicht wirklich besser. In der Früh des Wettkampfes ging es mir viel besser und ich entschied ich mich gegen jeglichen Rat zu starten und wusste was ich gesundheitlich aufs Spiel setzte, aber ich wollte es riskieren. Ich wollte Landesmeisterin in meiner Klasse werden. Zuerst war die Olympische dran und ich spürte schon beim Radeln, dass es nicht so ging, wie ich wollte. Das Laufen war aber mit Abstand das schlimmste, was ich jemals gemacht hatte, weil ich nur mehr husten musste und mich Schritt für Schritt durch die Kilometer schleppte. Im Ziel glühte ich, aber ich hatte es geschafft. Nach ca. 30 Minuten war plötzlich alles weg und ich fühlte mich gesund und startete somit auch auf der Sprint. Dort ging es mir von Anfang an super und ich konnte am Rad nochmal Gas geben. Beim Laufen ging es viel besser, auch wenn die Muskeln schon sehr beansprucht waren, aber ich hatte keinerlei Probleme. Im Ziel angekommen konnte ich mich freuen, dass ich es heil überstanden hatte und ich wurde auch noch Overall Sprint und in der OD in meiner Klasse Landesmeisterin und 1. bei der Doppelwertung und darf mich somit „Queen of Vienna“ nennen 😉 
Im September wurde dann noch meine Arbeitsstelle mit 30.11 gestrichen, was ich sehr schade fand, da ich meinen Job liebte. Aber wie sagt man so schön – wenn sich eine Türe schließt, öffnet sich eine neue – und ich beschloss die Triathlontrainerausbildung bei Tristyle zu machen. 
Im Oktober stand noch der Köln Halbmarathon an, wo ich wusste, dass keine neue Bestzeit rausschauen kann. Bis KM 11 ging es gut, danach war nur mehr sterben angesagt und ich schleppte mich mit 1:37 ins Ziel, mit einer Zeit, mit der ich nach den verletzungs- und krankheitsbedingten Monaten mehr als zufrieden war. Dann ging es in die verdiente Offseason und 3 Wochen Pause von Schwimmen, Radeln und Laufen war angesagt.

Nach der Offseason ging es Ende Oktober nach Sri Lanka und das Laufen war wieder angesagt. Jedoch war das dort mehr eine Qual durch die hohen Temperaturen und die hohe Luftfeuchtigkeit. Richtiges Training war das definitiv keines, aber zumindest konnten wir Surfen und uns erholen. Aber schon dort merkte ich, dass irgendetwas nicht mit mir stimmte (November). Ich war dauermüde, obwohl ich viel schlief und ich fühlte mich dauernd wie in einer Blase. Ich tippte zuerst auf Eisenmangel und ließ mich dann gleich in Wien wieder testen. Doch das war anscheinend nicht der Grund. Ich begann wieder mit strukturiertem Training und da ich kaum mehr Arbeit hatte mit zwei Einheiten pro Tag. Doch es passte einfach nichts. Beim Laufen und Radeln stieg der Puls gleich nach ein paar Minuten auf 170 obwohl ich ganz langsam startete und beim Schwimmen dachte ich die ersten 10 Minuten, dass ich ersticken würde. Zudem war mir dauerkalt, ich hatte Konzentrationsschwierigkeiten, konnte keinen Gesprächen länger als 2 Minuten folgen und das Blasengefühl hatte ich noch immer. Das schlimmste aber waren die extremen Kopfschmerzen, die ich so nicht gewohnt bin. Also ging ich zu meiner Ärztin, die sofort, das schlimmste befürchtete und mich fragte, ob ich vlt mal krank trainiert hatte. Öhm..ja..vielleicht, war meine Antwort, geistig die Finishline vom Wien Triathlon vor Augen. Ihr Verdacht war eine Herzmuskelentzündung ohne zu wissen, was ich meinem Körper im September angetan hatte. Sie schickte mich gleich mal zum Lungenröntgen, zur Schilddrüsensonografie, zum Kardiologen und zu diversen Blut- und Pipiabnahmen. Alles war in Ordnung (meine Schilddrüse laut Arzt perfekt, meine Lunge gut trainiert und mein Herz wunderschön) bis auf meine Schilddrüsen Antikörper Werte, die etwas erhöht waren. Und das war anscheinend auch mein Problem, denn auch wenn die Werte nicht so hoch sind, wie bei Personen, die unter der Hashimoto-Autoimmunerkrankung leiden, könnte es der erste Schub gewesen sein. Denn die Symptome wiesen darauf hin. Es waren die 5 schlimmsten Wochen meines Lebens. Wenn du weißt, es stimmt etwas nicht, du deinen Körper nicht steuern kannst, sondern du einfach nur Passagier bist, aber du einfach nichts machen kannst. Oft konnte ich einfach nicht anders und musste einfach heulen - einmal sogar während eines Laufes, weil jeder Meter einfach nur weh tat. Zwar wurde es dadurch nicht besser, aber ich konnte so zumindest etwas Druck abbauen. Nach 5 Wochen (Dezember) war alles wieder vorbei und von einem Tag auf den anderen ging es mir wieder gut, ohne, dass ich explizit etwas dagegen gemacht hatte. Die Werte beim Laufen gingen wieder hinauf, ich merkte, wie ich beim Stufensteigen wieder Kraft hatte und auch das Schwimmen ging wieder ohne Luftprobleme. Auch das Kopfweh und die anderen Probleme verschwanden und ich konnte wieder normal trainieren… 
BIS ich wieder mit Husten angesteckt wurde und somit wieder vor Weihnachten aussetzen musste. Es war mir definitiv eine Lehre, nach dem ganzen Ärztemarathon, weswegen ich krank definitiv nicht mehr trainiere. Somit fiel leider auch der Silvesterlauf in Klagenfurt flach. Seit ein paar Tagen kann ich aber wieder locker trainieren und laut den Werten hat mir die Pause auch gut getan. 😊 Somit bin ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge an der Finishline 2017 angekommen und habe es im Gefühl, dass der nächste Jahresmarathon nur besser werden kann. Vor allem weil viele neue Herausforderungen anstehen - wie der erste Marathon und die erste Mitteldistanz, denen ich beide mit viel Respekt entgegen schaue.



Wer mich kennt, der weiß, dass mein absoluter Lieblingsschuh für den Triathlon und für die Freizeit der On Cloud ist. Als ich gehört habe, dass der Cloud weiterentwickelt werden würde, um daraus einen Performance Schuh zu machen, war ich richtig aus dem Häuschen. Mein Lieblingsschuh, nur noch besser? Ich konnte mir nicht vorstellen, dass man den Schuh noch verbessern konnte, außer ihn etwas resistenter zu machen, weil er sich relativ schnell abnützt, wenn man ihn in der Freizeit und im Triathlon trägt (so wie ich es mache).

Natürlich musste ich ihn gleich haben, um ihn auszuprobieren. Als ich ihn dann endlich in den Händen hielt, fiel mir sofort die Ähnlichkeit zum Cloud im Design auf, jedoch hatte sich im Schnitt einiges verändert. Einerseits wurde er viel schmäler und schnittiger – ich würde schon fast das Wort „raciger“ in den Mund nehmen - und der Schuh als Ganzer sieht mehr wie ein Laufschuh aus. Ich würde meinen, dass der Cloud sich von einem Freizeitlaufschuh zu einem Performance-Laufschuh entwickelt hat. Vor allem ist er auch leichter geworden als sein Vorgänger, obwohl der Cloud kaum Gewicht auf die Waage brachte.

Sofort sprang mir die neue Sohlenkonstruktion ins Auge, denn die sah etwas anders als bisher aus. An den Clouds, die bei mir am schnellsten abgenutzt waren, weil da die Energieübertragung am höchsten ist, sind jetzt Verstärkungen verarbeitet, die auch noch für zusätzlichen Grip bei Nässe sorgen -  somit ist auch eine längere Lebenszeit gesichert. Auch haben sich die Formen der Clouds verändert und sind jetzt in der Mitte nicht gerade abgeschnitten, sondern in V-Form, sodass keine oder weniger Steine hängen bleiben können. Ich bin mit dem Schuh jetzt 5x gelaufen und hatte noch keinen einzigen Stein im Schuh, was aber auch Zufall gewesen sein könnte.

Das Obermaterial ist wohl die größte Veränderung zum Cloud. Es ist weicher und besteht aus zwei verschiedenen Schichten, das den Fuß umschließt wie eine Socke und gleichzeitig auch atmungsaktiver ist. Diese Luftigkeit spürt man vor allem beim Laufen. Auch stellte bei manchen Personen beim Cloud das Obermaterial ein Problem dar, weil es beim Abrollen einen Knick seitlich verursachte und so das Material mit der Zeit kaputt wurde. Das kann mit dem neuen Mesh-Material nicht mehr passieren.

An der Ferse wurde eine Fersenkappe eingearbeitet, die gut von außen erkennbar ist. Dadurch sitzt der Schuh besser am Fuß, bietet mehr Halt und man steht allgemein stabiler im Schuh. Durch die Schuhbänder, die die Gummibänder (leider) ersetzen, kann die Schnürung individueller angepasst werden und man rutscht nicht im Schuh herum. Auch ist der Abschluss des Schuhs und die Zunge weniger gepolstert, wobei, wenn man innen in den Schuh reinschaut, sieht man, dass kleine Pölsterchen eingebaut wurden, die den Knöchel präziser stützen. Wenn wir schon im Schuh sind, ist auch die Einlegesohle sehr auffällig, denn sie besteht nun aus zwei Teilen und passt sich dadurch dem Fuß besser an – man spürt die zusätzliche Dämpfung und den besseren Halt.


Natürlich habe ich den Schuh nicht nur genauestens inspiziert, sondern bin damit auch gelaufen.  ;) Wenn man hineinschlüpft spürt man sofort, wie gut der Schuh nun sitzt. Während ich vorher diese lockere Passform ganz gern gehabt habe, kristallisierte sich aber auf den ersten Metern schon heraus, dass ich den festeren Sitz und Halt dann doch bevorzuge und ich nicht im Schuh herumrutsche. Beim Loslaufen gibt der Schuh die Richtung an und zwar nach vorne, denn die Sohle sorgt für ein perfektes Abrollen und verhindert somit ein umknicken nach innen oder außen. Auch ist die Sohle härter und dadurch direkter geworden, die aber trotzdem gut gedämpft ist und somit einem längeren Lauf nichts im Wege steht. Wobei ich finde, dass er am liebsten schnell unterwegs ist.

Wie schon im Cloud gibt es wieder eine Innensockenkonstruktion, womit der Schuh auch ohne Socken laufbar ist und somit für meine nächste Triathlonsaison hoch auf der Liste stehen wird. Wie ich weiter oben schon erwähnt habe, ist die Polsterung am Abschluss der Oberkante dünner geworden. Das ist ein Punkt, der mir leider etwas negativ aufgefallen ist, denn beim ersten Lauf hat mir der Schuh am äußeren Knöchel leichte Schmerzen bereitet. Zwar ist es beim zweiten und dritten Lauf besser geworden, aber den Abschluss finde ich trotzdem nicht ganz gelungen und das ist auch der einzige Minuspunkt, den ich am Cloud X gefunden habe.

Dadurch, dass die Konstruktion allgemein stabiler geworden ist und mehr Halt gibt, ist der Schuh auch perfekt für das Fitness Studio bzw. für Workouts zu Hause oder auf der Straße geeignet. So kann man ohne Probleme Körpergewichtsübungen machen ohne dabei den Halt zu verlieren. Bei schweren Gewichtsübungen sollte man aber zu geeigneterem Schuhwerk greifen, aber Laufschuhe sind dafür allgemein nicht geeignet. So steht einem spontane Workout während dem Laufen auch nichts mehr im Wege.

Fazit


Der neue Cloud X verkörpert Lifestyle und Performance in einem Schuh. Er wurde vom Freizeitlaufschuh zum Performance-Laufschuh weiterentwickelt.  Auch wenn die Grundidee, die gleiche geblieben ist, hat sich am Schuh einiges geändert. Für mich stellt er einen Laufschuh dar, der sowohl in der Freizeit, wie auch im (Fitness-)Training getragen werden kann, aber auch gleichzeitig ein Wettkampfschuh für Bestzeiten sein kann (werde ich natürlich beim nächsten Wettkampf gleich testen ;)). Auch wenn die Abschlüsse seitlich an den Knöcheln einen Minuspunkt darstellt, weil die Polsterung einfach zu dünn ist und deswegen einschneiden kann, macht er das mit vielen Neuerungen, wie zum Beispiel den stabileren und festeren Halt, die schmälere und schnittigere Form und das bessere Obermaterial, wieder gut. Besser kann ein Laufschuh nicht sein, wie ich finde.

Alle weiteren Infos zum On Cloud X gibt es hier: On Cloud X
 

Viele kennen meine „Geschichte“ ja schon. Früher war ich 10kg schwerer, war der Meinung das Sport Mord ist und Ausdauer hatte ich nur im Biertrinken. Und sowieso war mir alles eigentlich so ziemlich egal… 10 Jahre später bin ich die größte Ehrgeizlerin, liebe drei Sportarten innigst und bin 10kg leichter. In dem Blogartikel möchte ich aber nicht die Gründe erzählen, wie es dazu kam, sondern, was der Triathlon mit mir als Person angestellt hat.

Als ich 2009 mit dem Laufen begonnen habe, wusste ich noch nicht, wohin die Reise gehen würde. Und ja, freiwillig habe ich auch nicht mit dem Laufen begonnen. Mir wurde es unterschwellig immer wieder innigst „empfohlen“, wegen meines Gewichts und meiner Gesundheit, da ich auch nicht unbedingt selten krank war. Unbedingt zufrieden war ich mit meinem Leben auch nicht, irgendwie hatte ich immer eine etwas depressiv angehauchte Grundstimmung. Ich hatte einfach kein Lebensziel, kein Jahresziel, nicht mal ein Tagesziel, außer mit meiner Diplomarbeit fertig zu werden, die sich aber ständig quer stellte und mir das Leben schwer machen wollte. Das Schlimme aber war, dass mich jede negative Kleinigkeit aus der Bahn warf und mich tagelang fertig machte. Ich wusste, dass es so nicht weitergehen konnte, also folgte ich irgendwann den Worten meiner weisen Zeitgenossen und begann mit dem Laufen, denn schlimmer konnte es nicht werden.

Es dauerte nicht lange und ich verstand, was alle am Laufen so faszinierte. Es war das Abschalten können, das Zeit mit sich und seinem Körper zu verbringen und das Gefühl des Freiseins – das kam natürlich erst nach so ca. 1-2 Jahren, davor war es eher der Versuch beim Laufen keinen Herzkasper zu erleiden und zu überleben. Da mein Freund Philipp eigentlich mit Triathlon begann, bevor er überhaupt richtig, also regelmäßig lief, und ich ihn sehr oft bei Triathlons begleitete, mit ihm Wechselzonentrainings machte und sonst auch immer sehr viel mitbekam, begann mich der Sport irgendwann zu faszinieren. Aber eigentlich nicht zum selbst ausüben, sondern aus gemütlicher Entfernung, wo ich alles schön im Blick hatte und nicht aus meiner Komfortzone raus musste und mich schon gar nicht beim Radfahren oder Schwimmen abquälen musste. Doch da ich dann doch schon beinahe jedes Wochenende damit konfrontiert wurde, wollte ich auch einmal durch die Ziellinie laufen und so glücklich und zufrieden sein, wie die Finisher, die ich immer beobachtet habe. Doch eigentlich war es keine Option für mich, denn ich wollte auf keinen Fall einen Triathlon machen, solange ich im Wasser einfach nur absoff.

Doch auch hier kam alles anders als geplant und so machte ich meinen ersten Triathlon ohne kraulen zu können (und eigentlich auch ohne Radfahren trainiert zu haben). Zwar schwamm ich wie eine Ente, die auch noch wasser- und kältescheu war, doch ich überlebte zumindest irgendwie und war nicht die Letzte. Man muss aber auch sagen, dass die Bedingungen bis heute kein einziges Mal so schrecklich waren wie damals. Anfängerglück sozusagen! Als ich im Ziel dann auch noch mit Krämpfen ankam, hinderte mich dies trotzdem nicht, schon an den nächsten Triathlon zu denken. 
Also begann ich mit strukturierterem Training, vor allem aber mit Training abseits des Laufens…

Seitdem sind 3 Jahre vergangen und ich blicke extrem gerne auf diesen Moment zurück, als sich das Feuer in mir entfacht hat und ich die Eintrittskarte in ein erfüllendes Leben gelöst habe. Seitdem trainiere ich ca. 10-16 Stunden die Woche, bin strukturiert (nur was das den Sport betrifft!) und vor allem habe ich eine Eigenschaft entwickelt, die ich vorher nicht kannte: Ehrgeiz! Früher hat mich nichts interessiert, alles was ich gemacht habe, war immer irgendwie dahin wurschteln und wenn etwas nicht geklappt hat, dann hat es eben nicht geklappt. In den letzten Jahren wurde ich so ehrgeizig, sodass ich oft extrem enttäuscht bin, wenn ich gesetzte Ziele (auch so etwas kannte ich vorher nicht) nicht erreiche. Meine Mitmenschen freut es immer wahnsinnig, wenn ich sie wiedermal stundenlang anhören können, dass ich eine Sekunde am Kilometer zu langsam war und deswegen die Welt für mich zusammengebrochen ist. Unter uns gesagt, es gibt doch nichts Schlimmeres, oder? ;) Aber ja, gesunder Ehrgeiz gehört zum Sport, weil sonst würde auch nichts weiter gehen und man würde sein Leben lang nur dahintraben. Denn ohne Ziele wird man Training nie so durchziehen können als mit.

Dieser Ehrgeiz und die Zielstrebigkeit hat sich aber nicht nur auf den Sport gesehen entwickelt, sondern auch in allen anderen Lebensbereichen. Wenn ich eine Aufgabe habe, dann setze ich auch alles daran, diese zielgerichtet und genau zu erledigen. Früher kannte ich den Ehrgeiz nur bei Mario ja seine Prinzessin retten zu können und die Zielstrebigkeit die Packung Chips auf jeden Fall aufzuessen bevor sie ihre Knusprigkeit verlieren… Die wichtigste Eigenschaft, die ich aber in den letzten Jahren entwickelt habe ist ein gutes Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein. Früher war ich introvertiert und unsicher und brachte bei unbekannten Personen kaum ein Wort raus – heute bin ich im Einklang mit mir selbst und weiß, wo meine Stärken und Schwächen liegen und wie ich damit umgehe. So macht es mir kaum mehr etwas aus vor großem Publikum zu sprechen oder mich auch zum Affen zu machen. Früher hätte ich zum Weinen begonnen und wäre weggelaufen. Meine Persönlichkeit hat sich definitiv zum Positiven verändert.

Dadurch, dass ich durch den Triathlon aber so viele neue und vor allem offene Leute kennengelernt habe, die genauso ticken wie ich, haben diese meistens Verständnis, wenn für mich mal wieder aufgrund von wenigen Sekunden die Welt zusammen gebrochen ist, weil sie solche Situationen von sich selbst mehr als gut kennen. Aber auch umgekehrt sind sie diejenigen, die besser als jeder andere verstehen, warum man sich über ein erreichtes Ziel so extrem freuen kann, dass alles andere auf der Welt nebensächlich ist. Aber lustigerweise kann ich mit genau den Leuten auch viel besser über andere Themen sprechen, als mit Nicht-Sportlern bzw Nicht-Triathleten. Woran es liegt? Keine Ahnung, aber es ist mir in den letzten Jahren einfach aufgefallen.

Aus genau dem Grund habe ich auch ein Team gegründet (aus dem vor kurzem ein Verein wurde), das genau solche Leute, die wie ich ticken, zusammenbringt und verbindet. Denn man kann es kaum glauben, wie wichtig es ist, auch Personen um sich zu haben, die deine Leidenschaft mit dir teilen. Leute, die dich nicht komplett für irre halten, wenn du dir das 5. Rad kaufen möchtest oder von dem Traum vom Ironman erzählst. Genau diese Freunde braucht man und die habe ich in den letzten Jahren definitiv gefunden und es werden immer mehr J


Die positivste Begleiterscheinung abseits von Freunden, die der Triathlon bzw. das Laufen mit sich gebracht hat, ist definitiv die Gesundheit. Ich kann die Tage, die ich aufgrund von Krankheit in den letzten 8 Jahren ausgefallen bin, auf zwei Händen abzählen. Mein Immunsystem ist viel stärker geworden, weswegen ich mich seltener anstecke. Und gleichzeitig achte ich auch viel mehr auf meine Gesundheit, weil nur ein gesunder Körper die Leistung erbringt, die ich für meine Ziele brauche. So habe ich relativ schnell mit dem Rauchen aufgehört, trinke kaum Alkohol und esse viel gesünder, ohne dass ich jetzt auf irgendetwas verzichte (schon gar nicht Schokolade o.ä. ;)) und mir geht nichts davon nur irgendwie ab. Natürlich gibt es Tage, wo ich Schnitzel mit Pommes und als Nachspeise Palatschinken esse, aber eben auch die Tage, wo ich mich hauptsächlich nur von Gemüse, Obst und Vollkornprodukte ernähre. Ich denke eine gesunde Mischung macht es aus und für mich hat das bisher gut geklappt.

Durch den Triathlon bzw. das Laufen habe ich auch ein besseres Körpergefühl entwickelt. Früher hatte ich eine schlechtere Haltung, Rückenschmerzen, so etwas wie Körperspannung war mir fremd und auch neue Sportarten zu lernen war aussichtslos und hat mehr Tränen bei mir ausgelöst als dass ich etwas gelernt hätte. Das ist jetzt definitiv anders und ich habe richtig Lust darauf neue Sportarten zu lernen. Als ich nur gelaufen bin, war ich auch viel öfter verletzt. Da man beim Triathlon aber 2 weitere Sportarten als Alternative hat, beansprucht man nicht nur die Muskulatur, die zum Laufen benötigt wird und kann durch die weiteren Sportarten den Regenerationsprozess beschleunigen.

Der Triathlon hat mit meiner Persönlichkeit, meinem Körper und mit meinem sozialen Umfeld sehr viel angerichtet, jedoch in einem positiven Sinn. Er raubt mir zwar auch extrem viel Zeit, aber Zeit, die ich sonst sowieso nur verplempert hätte, denn wenn ich Freizeitaktivitäten, wie z.B. Kinobesuche oder Treffen mit Freunden, machen möchte, dann habe ich mir das bisher immer gut einteilen können, denn es ist alles nur eine Frage des richtigen Zeitmanagements und der Prioritätensetzung. 

Somit: Danke Herr oder Frau Triathlon, wie auch immer du das angestellt hast, ich möchte mich hiermit für alles bedanken!!!








Wenn man viel trainiert und viele Wettkämpfe macht, braucht man auch Energie - schnell verfügbare Energie vor allem. Bei langen Radausfahrten fällt es mir immer wieder auf, dass ich nicht nur Zuckerhaltiges brauche, sondern mein Körper auch immer wieder nach Salz verlangt. Auch bei olympischen Distanzen und Halbmarathons ist es schon desöfteren passiert, dass ich Krämpfe in den Waden und Oberschenkeln bekam. Natürlich kann man sich ein Sandwich mitnehmen, aber praktisch ist etwas anderes... Aus dem Grund habe ich ein einfaches Rezept kreiert, das sowohl süß als auch salzig schmeckt, leicht zum Mitnehmen ist und schnelle Energie liefert: Sweet & Salty Energy Balls.
Auch haben sie mir schon geholfen, dem Nachmittagstief zu entwischen.

Sweet & Salty Energy Balls (ca. 20 Stk)

-400g Dattelpaste (gibt es beim Türken) oder entsteinte Datteln
-100g Haferflocken
-100g geröstete & salzige Erdnüsse
-3 Teelöffel Erdnussbutter
-3 Teelöffel Kokosnussöl
-nach Belieben: 2 Esslöffel Backkakao, wenn man es etwas schokoladiger möchte
-evtl etwas Wasser

1. Haferflocken und Erdnüsse in einem Mixer zerkleinern. Die Datteln/Dattelpaste, das Kokosöl und die Erdnussbutter hinzufügen und gut durchmixen. Wenn die Masse zu klebrig ist, ein wenig Wasser dazu geben. Nach Belieben Kakao dazu geben und nochmals durchmixen.

2. Wenn die Masse die richtige Konsistenz hat (leicht klebrig) Bällchen daraus formen.

3. Am besten schmecken sie, wenn man sie für ca. eine halbe Stunde im Kühlschrank ruhen lässt.

4. Im Kühlschrank sind sie wochenlang haltbar, können aber auch ohne Probleme eingefroren werden.



Da in einem Monat die zweiten Teammeisterschaften, diesmal beim Wien Triathlon, anstehen, ist mir aufgefallen, dass ich bisher noch gar nichts zum Debüt geschrieben habe. Aus dem Grund spule ich mal ein wenig in der Zeit zurück – zum 4. Juni 2017 zum Tulln Triathlon.

Lange, wirklich lange habe ich auf diesen Moment gewartet! Mein Traum war es, seit ich Triathlon mache, ein Team aufzubauen, mit dem ich gemeinsam und gegeneinander bei Triathlons starte. Da ich letztes Jahr in Tulln schon dabei war und mir der Bewerb sehr gut gefiel und auch die Nähe zu Wien gegeben ist, haben wir uns beinahe alle für den Sprint angemeldet.
Am Tag selbst war es etwas stressig. Philipp und ich sind extra aus Nähe Mariazell angereist, weil wir immer zu Pfingsten dort sind und dadurch, dass schon relativ früh der Paratriathlon Bewerb startete, kamen wir nirgends mehr durch und waren dadurch auch etwas spät dran. Da wir alle vereinzelt angereist waren, lief das Telefon heiß und jeder stand an einem anderen Parkplatz. Spätestens in der Wechselzone trafen wir uns alle und fanden es mega genial, dass wir alle nebeneinander unsere Plätze hatten.


Danach ging es schnell noch zu einem Gruppenfoto, bevor es zum Einschwimmen ging und es quasi ernst wurde. Da es sehr warm war, war Neoprenverbot angesagt, was den meisten von uns aus verschiedenen Gründen nur entgegen kam. Dann ging es schon los mit 750m im Tullner Aubad. Jakub kam wie geplant als erster nach nur 11:53, gefolgt von Kai und Philipp, die gleichzeitig mit 13:25 aus dem Wasser kamen. Als ich aus dem Wasser kam, sah ich Anna und Simon vor mir, was total motivierend war, auch wenn ich mit meiner Zeit von 15:06 alles andere als zufrieden war.

In diesem Jahr war die Radstrecke neu. Während sie letztes Jahr relativ flach war, ging es dieses Jahr den inzwischen von allen gefürchtete Flachberg hinauf. Dem Namen nach hatte keiner mit dem steilen Anstieg gerechnet. Ich musste fast alles im Wiegetritt rauffahren, weil die Steigung für meine Übersetzung zu steil war. Bei mir schoben schon ein paar Leute ihre Räder rauf. Auch ein paar von uns kamen den Berg entweder kaum oder nur schiebend hoch. Meines Erachtens war aber gar nicht der Berg das schlimme an dem Tag, sondern der extreme Wind, vor allem Böenartige Wind. Ich hatte vorne und hinten die 808er Zipp drauf und ich hatte wirklich Angst um mein Leben. Ich konnte kaum in der Aeroposition bleiben, weil es mir den Lenker vorne dauernd wegriss. Das schlimmste Stück war die Abfahrt vom Flachberg, weil es Serpentinen relativ steil runtergeht. In jeder Kurve drückte mich der Wind so in die Kurve rein, dass ich mich schon über der Leitplanke drüberfliegen sah. Aus dem Grund musste ich sehr viel bremsen und wie gesagt, Aeropoosition war auf den 20km eher die Ausnahme. Ich hatte zeitweise wirklich Todesangst (keine Übertreibung) und schwor mir, dass ich mir ab sofort immer ein Ersatzvorderrad zu Bewerben mitnehme, damit ich keinen Sturz riskiere. Vor allem gefährdete ich damit noch viel mehr die anderen Mitstreiter, weil ich oft einfach über die Mittellinie getragen wurde. Aber nicht nur ich hatte die Probleme, auch die anderen konnten mit den Windböen eher schwer umgehen.

Ich war heilfroh, als ich endlich vom Rad runtersteigen durfte und mich auf festem Boden begeben durfte. Jetzt hieß es noch 5km durchbeißen. Ich merkte schon nach einem KM, dass ich noch immer extrem im Panikmodus vom Radeln war und total wackelig auf den Beinen war. Außerdem wurde es immer heißer und schwüler. Nach ca. 2 KM kam mir Jakub entgegen, gefolgt von Kai und Philipp. Es war für mich total spannend, wer sich den „Weltmeisterpokal“ holen würde. Ich musste von Kilometer zu Kilometer mehr beißen und ich wurde immer langsamer. Vor allem nach der Winde machte mir der Gegenwind sehr zu schaffen. Was mich ein wenig ablenkte, waren meine entgegenkommenden Teamkollegen, denen ich zujubelte und die mich anfeuerten. Auf den letzten Metern war ich einfach nur froh, dass es endlich vorbei war. Das schönste aber war die Zielbegrüßung von den anderen Teamkollegen und „das Nachbesprechen“ des Bewerbes und das Anfeuern der nach mir ankommenden Kollegen.

Jakub und ich hatten uns die „Weltmeisterpokale“ geholt und durften uns auch über die Altersklassenplätze 3 und 1 freuen. Auch Philipp hatte sich den 3.Platz in der AK geholt. Wie man sieht ein erfolgreicher Tag für das Team Wechselzone.

An und für sich ist der Tulln Triathlon ein sehr sympathischer und relativ gut organisierter Triathlon. Die Zielverpflegung lässt keine Wünsche offen und auch das Finisher-Geschenk – ein großes Badetuch -  kann man als Triathlet gut gebrauchen. Tulln, wir sehen uns nächstes Jahr – mit hoffentlich weniger Wind.


Stimmen von den Teamkollegen

Anna: Der Tulln Triathlon in diesem Jahr war wirklich besonders, nicht nur, weil fast alle meiner Team Kameraden dabei waren, sondern auch, weil ich viel dazu lernen konnte. Besonders, dass man sich vor dem Rennen über den Wind informieren sollte und demnach seine Laufräder aussucht. Abgesehen davon war es ein echtes Highlight meinen Freund (Markus) bei seinem ersten Triathlon begleiten zu dürfen.

Sarah: Meinen ersten Massenstart habe ich gut überlebt und bin auch mit meiner Schwimmzeit sehr zufrieden, aber dann war die Radstrecke dran… Wie die meisten anderen hatte auch ich mit dem blöden „Flachberg“ und dem Wind zu kämpfen und konnte somit kein zufriedenstellendes Radergebnis erzielen. Beim Laufen wollten meine Waden nicht, was ich wollte, aber zumindest haben sie mich trotzdem brav ins Ziel getragen. Fazit: Ein schönes Event, gutes Wetter und tolles Startsackerl :) Nächstes Jahr weiß ich nun, was mich erwartet, deshalb werden jetzt mehr Berge gefahren. Vielleicht geht’s ja nächstes Jahr mit aufs Trainingslager!?

Kai: Um kurz und knackig zu bleiben, Tulln war nicht nur meine erste Sprint-Distanz, sondern auch eine Veranstaltung, die ich nächstes Jahr bestimmt wieder bei meinen Wettkämpfen wiederfinden werde. Zum Wettkampf selbst: Dafür, dass ich mich zurzeit auf meinen ersten Ironman vorbereite und nur lange Einheiten am Plan habe, konnte ich mich eigentlich gut präsentieren. Schwimmen war trotz Neoverbot mit 13 Minuten im passablen Bereich und ich bin quasi mit Teamkollege Philipp Hand in Hand aus dem Wasser raus. Mit einem schnellen Wechsel aufs Rad war das Schwimmen ohne Neo schon wieder wettgemacht. Am Rad habe ich begonnen, wie auf einer Halbdistanz, also eher gemütlich, um hinten raus genug Kraft zu haben. Aber dann dachte ich mir HALT, das sind ja nur 20KM und hab die Handbremse gelöst. Am Rad konnte ich Gott sei Dank ein paar weitere Plätze gut machen. Nach T2 stellte sich heraus, dass meine Laufbeine nicht vollständig funktionstüchtig waren und ich ein paar Plätze einbüßen musste. Auf dem letzten Laufkilometer musste ich mich dann auch noch von Philipp geschlagen geben und wurde mit 7sek. Rückstand auf den 3 Platz der Team Wechselzone Vereinsmeisterschaften verwiesen. Auf alle Fälle war es ein extremer Spaß mit dem besten Team. :)

Mathias: Nein, vielleicht nächstes Jahr… war meine Reaktion auf „Mathias, machst auch mit beim Tulln Sprint Triathlon?“ Warum? Nunja, eigentlich fahre ich nur gerne Rad, laufe viel und habe in Spartan Races meine Leidenschaft gefunden aber habe mit Schwimmen nichts am Hut und somit nicht die besten Voraussetzungen für einen Triathlon :-D Da sich Frau Präsidentin jedoch nicht so einfach abwimmeln lies, hieß es am Sonntag-Morgen den Rucksack packen, mit dem Rad nach Tulln fahren und die Sprint Distanz in Angriff nehmen. Schwimmen dauerte ewig, sodass ich in der Wechselzone ankam und bereits alle Räder meiner Teamkollegen und –kolleginnen weg waren. Auf der Radstrecke konnte ich dann einige Plätze gut machen, im Gesamtklassement, wie auch in der internen Teamwertung. Sehr schön finde ich jedoch den Namen „Flachberg“ für die Steigung auf der Hälfte der Radstrecke, da dieser verhältnismäßig steil war und man den einen oder anderen Mitstreiter das Rad raufschieben sah. Auf der Laufstrecke kam mir nach ca. 1km Kuba entgegen, dicht gefolgt von Kai und Philipp, die offenbar Gefallen daran gefunden haben Hand in Hand über die Ziellinie zu laufen :-D. Nach ca. 2 km und somit kurz vor der Wende kam mir unsere Präsidentin entgegen, auf die ich bis zum Ziel noch knapp 1min gutmachen konnte, jedoch reichte es hier bei weitem nicht um sie noch aufzuholen. Nächstes Jahr dann ;-) Fazit: Nach nur 3x Poolschwimmen gibt es hier mit einer einigermaßen anständigen Technik wohl am meisten Luft nach oben, gefolgt von kürzeren Zeiten in der Wechselzone. Radfahren und Laufen war grundsätzlich ziemlich ok aber natürlich ebenfalls ausbaubar :)

Tamara: Der Tulln Triathlon war eine echt tolle Veranstaltung! Der Start im Team gab mir viel Selbstvertrauen und so konnte ich eine PB erlaufen, trotz anfänglicher Aufregung. Die Organisation und die super Stimmung tat ihr Übriges. Ich komme gerne wieder, im speziellen wenn nächstes Jahr wieder unsere Team-Meisterschaften dort stattfinden werden ;)

Markus: Angespornt von Anna und dem Rest des Teams gab ich in Tulln mein Triathlon-Debüt. Gerade deswegen war ich kurz vor dem Startschuss doch etwas nervös. Doch als ich nach einer für mich akzeptablen Schwimmleistung aufs Rad stieg, war die Nervosität komplett verflogen und ich hatte ein dickes Grinsen im Gesicht. Wegen dem starken Wind waren die Bedingungen nicht gerade einfach, und auch der Flachberg ist irrerführenderweise keinesfalls zu unterschätzen! Dank der komplett abgesperrten Straße und den gut gekennzeichneten Abzweigungen konnte ich den Bike Part ohne große Probleme hinter mich bringen. Beim Laufen ging mir schon zu Beginn die Puste aus und die Hitze tat ihr Übriges. Da war es besonders motivierend, viele meiner Teamkollegen auf der ebenfalls komplett abgesperrten Laufstrecke direkt an der Donau zu sehen und sich gegenseitig anzufeuern! Die ausgelassenen Stimmung im Zielbereich ließ mich nochmal alle Kräfte mobilisieren und so konnte ich meinen ersten Wettkampf in toller Atmosphäre erfolgreich meistern. Alles in allem ist der Tulln-Triathlon ein supernettes, toll organisiertes Event, das bei mir die Begeisterung für den Triathlon endgültig geweckt hat!

Platzierung männlich

1. Jakub
2. Philipp
3. Kai
4. Simon
5. Mathias
6. Markus

Platzierung weiblich

1. Sabine
2.  Anna
3.  Sarah
4.  Tamara

Alle Infos zum Event: http://www.tulln-triathlon.at/