Kaum hat die Triathlon Saison begonnen, ist auch schon wieder das erste Monat vorbei. Die Zeit vergeht im Moment einfach viel zu schnell. Und weil sie so schnell vergeht, erzähl ich euch gleich von allen 3 Triathlons in einem Bericht ;)

Traun Triathlon

Begonnen hat die Saison mit dem Triathlon in Traun - ein Saisonstart, der alles andere als einfach war. Aber alles der Reihe nach...
Wie jedes Jahr zu Pfingsten sind wir mit Philipps Familie in Reith beim Annaberg wandern. Jedoch hatte ich bei Erdinger Alkoholfrei einen Startplatz bekommen, weswegen wir uns am Samstag um 5 Uhr in der Früh vom Annaberg nach Traun fuhren. Wer mich kennt, weiß, dass das schon das erste Hindernis war, weil ich eine Langschläferin bin und mit früh aufstehen so meine Probleme hab. Da Philipp auch am Start war und am Steuer saß, konnte ich im Auto noch ein wenig schlafen. Dort angekommen, ging es zuerst mal zur Startnummernabholung und darauf schon zum Check-in.
Nachdem die Wassertemperatur am Tag zuvor noch 16,5 Grad hatte, war die Temperatur am Tag selbst nur mehr 15 Grad und ich bekam ein wenig Panik vor den kalten Fluten. Es wurde auch Neoprenpflicht ausgeschrieben und der aufkommende sehr starke Wind und 10 Grad Außentemperatur machte die ganze Sache nicht besser. Und wenn man den Himmel betrachtete, aber daran wollte ich gar nicht erst denken.. Dann wurde uns auch noch mitgeteilt, dass das Schwimmen aufgrund der kalten Außentemperatur nicht abgesagt wurde, weil das Wasser wärmer war. Danke, diese Info hätte ich definitiv nicht gebraucht.
Wenn man sich umblickte, merkte man auch gleich, dass da nur vollkommen Verrückte, wahrscheinlich auch, weil es ein Qualifikationsrennen für die Age Group EM in Düsseldorf 2017 war, mitmachten. Auch wenn ich oft verrückt bin, ich fühlte mich sehr fehl am Platz. Aber jetzt war ich schon da und halb im Neo, also musste ich da durch.
Ich streckte meinen großen Zeh ins Wasser und blitzartig strömte sich eine eisige Kälte durch den ganzen Körper. Und da sollte ich jetzt mit meinem Körper inklusive Kopf rein??? Leider blieb mir wirklich nichts anderes übrig und so versuchte ich mir einzureden wie schön warm es doch war. Bis zum Hals ging es erstaunlicherweise relativ gut, aber als ich den Kopf ins Wasser steckte, blieb mir das Herz kurz stehen. Es war eisigst kalt und ich konnte kaum atmen.

Nachdem wir eigentlich 10min nach den Männern starteten, es da aber einen Fehlstart gab und es sich deswegen etwas rauszögerte,starteten wir 6min nach ihnen. Der Startschuss erfolgte und es ging ab ins Wasser. Da der Kurs links herum ging, positionierte ich mich ganz rechts und eher weiter hinten und ging schön langsam ins Wasser. Ich bin einfach nicht gut im Schwimmen, weswegen ich durch einen Start in der ersten Reihe nichts gewinnen konnte, sehr wohl aber verlieren, wenn ich Tritte, Schläge und Panik bekam. So ging es also los und ich sah schon nach ca. 10 Metern ein Chipband vor mir Schwimmen. Ich nahm es und sah um mich herum und rief "Wem fehlt der Chip?" Niemand meldete sich und plötzlich sah ich jemanden unter mir herum tauchen. Ich tippte ihn an und zeigte ihm das Chipband. Er nahm es und bedankte sich und wir hätten in dem Moment eigentlich lieber gequatscht, aber ja, wir befanden uns doch mitten im Triathlon, bei dem ich eh schon zu viel herumgetrödelt hatte. Also gings dann endlich los. Ich fand eigentlich relativ schnell einen guten Rhythmus und schaffte es ohne weiteren Probleme komplett durchzukraulen, worauf ich sehr stolz war, weil letztes Jahr, hatte ich es noch nicht mal bis zur ersten Boje kraulend geschafft. Aber die Zeit verging einfach nicht - ich glaubte, ich verbrachte schon Stunden mit dem Schwimmen. Und dann sah ich ihn endlich, den Ausstieg. Jetzt kam nur noch das, wovor ich am meisten Angst hatte - den Neo auszuziehen. Denn im Training hatte ich es oft geübt und es klappte einfach NIE! Ich brachte den Neo nicht über meine Oberarme runter, denn er saugte sich wie ein Vakuum an den Armen fest und falls ich es mal nach reißen und ziehen geschafft hatte, steckte er an der Hüfte und dann wieder wie ein Vakuum an den Oberschenkeln. Ich brauchte immer jemanden, der mir beim Ausziehen half. Also könnt ihr euch vorstellen, wie panisch ich davor war. Ich lief raus, machte den Klettverschluss auf und zog, jedoch hatte sich der Reißverschluss irgendwo verklemmt. Also riss ich an -yeah, offen. Jetzt ging es an die Schulter und Armpartie, was erstaunlicherweise relativ gut funkionierte. Und jetzt kam die Hüfte..einmal..zweimal..dreimal angerissen und schwupps, war er unten. Noch raussteigen und geschafft, ich war draußen. Aufgrund der Kälte entschied ich mich eine dünne Jacke anzuziehen, in die ich natürlich nur mit Schwierigkeiten hinein kam. Dann gings los.

Die Radstrecke war absolut nicht meins. Es ging die erste Hälfte immer leicht bergauf und das mit extremen Gegenwind. Ich kämpfte mich durch und ärgerte mich, wieso meine Aerobottle mich dauernd so anspritzte - es war schließlich kalt und ich hatte eh schon einiges getrunken! Bis ich mitbekam, dass es zu regnen begonnen hatte. Wer mich kennt weiß, dass ich Regen beim Radeln besonders liebte..NOT! Also versuchte ich alles um mich herum auszublenden und trat rein was das Zeug hielt, bis endlich die Erlösung kam und ich am Hügel ankam, bei dem es nur mehr runterging und sogar mit Rückenwind. Ich freute mich etwas zu früh, als die Sonne ein bisschen rauskam, denn schwuppsdiwupps fing es an zu hageln. Und es tat weh! Was konnte eigentlich noch alles passieren? Zum Glück gings dann auch schon in die Wechselzone und ab zum Laufen. Das Laufen fühlte sich super an, wären da nicht die komplett eingefrorenen Zehen gewesen, die vor allem das Bergauflaufen sehr erschwerten. Ich versuchte auch das auszublenden und lief so gut es ging. Ich merkte, dass ich von KM zu KM schneller wurde und brachte sogar das erste Mal am Tag ein Lächeln zusammen. Als mir noch ein Zuschauer zurief "Das schaut gut aus, was du da machst. Hol dir noch die vor dir" war ich sehr motiviert und versuchte noch eins draufzusetzen. Vor allem wusste ich davor nicht mal, dass da noch eine vor mir war. Also begab ich mich auf die Suche und da war sie auch schon. Sie war um einiges langsamer, weswegen es kein Problem war sie zu überholen. 500m vorm Ziel hörte ich plötzlich Getrampel hinter mir und schon sah ich sie im Augenwinkel..Nein das darf nicht sein und ich zog das Tempo an. 400m sprinteten wir nebeneinander, niemand wollte aufgeben und dann setzte sie nochmal eines drauf und war im Ziel. Tja, oft rennts blöd, aber sie hatte es sich verdient, da sie den Druck stand hielt.

Als ich die Ergebnisliste sah, war ich auch mehr als enttäuscht. 13. in meiner Klasse war ich noch nie, aber ja, es kann leider nicht immer gut laufen und schließlich habe ich wirklich alles gegeben, bis zur letzten Sekunde.
Umso erfreulicher war es, als ich mitbekommen habe, dass ich mich für die EM in Düsseldorf qualifiziert hatte. Denn bei dem Rennen gab es nur die Altersklasse 30-39 und die Qualifikationsaltersklassen sind in 5er Schritten eingeteilt, weswegen ich eigentlich in der 30-34 4. geworden wäre. Also ist dann doch alles wieder gut ausgegangen und ich war motiviert für das nächste Rennen am Neufeldersee.
Traun ist an sich ein sehr gut organisiertes Event - auch wenn das Finisherbuffet etwas mager ist und das Startsackerl nicht existiert. Auch Medaille gibt es keine, obwohl es diese zumindest vor 2 Jahren noch gab. Aber die Erinnerungen blieben mir auch ohne Medaille und Geschenke im Kopf ;)


Tulln Triathlon

Doch natürlich kam alles wieder anders. Als ich gehört hatte, dass der Vienna City Triathlon dieses Jahr zum letzen Mal über die Bühne lief, dachte ich mir, dass somit eigentlich nur mehr der Tulln Triathlon in direkter Nähe zu Wien veranstaltet wurde. Dieser würde heuer zum ersten Mal stattfinden, weswegen ich der Meinung war, dass man diesen unterstützen müsste, damit er auf jeden Fall noch nächstes Jahr bestehen bleiben würde. So meldete ich mich am letzt möglichen Tag an (bis dahin studierte ich das Wetter stündlich) und freute mich, dass auch Anna und Sabsi an den Start gingen. Auch dieses Mal ging es schon kurz nach 6 Uhr Richtung Tulln los und auf dem Weg dorthin ärgerte ich mich, wieso ich meine Augen überhaupt aufmachte, weil es andauernd zum Regnen begann.
Dort angekommen, regnete es zumindest nicht, aber die Radstrecke sah ziemlich nass aus, was mich nicht gerade fröhlich stimmte. Dafür umso mehr, als ich unsere Plätze in der Wechselzone sah. Anna war ganz am Rand einer Reihe und Sabsi und ich hatten eine komplette Reihe für uns allein ;) Endlich konnte sich mal ausgebreitet werden. Und dann hörte ich es..ganz leise, aber ich hörte das böse Wort in der Ferne "Neoverbot". Was? Das konnte ja nicht sein, denn noch einen Tag vorher hieß es 19°C und auf der Tafel vor dem Bad stand 20°C und jetzt hörte ich 22,4°C und somit auch Neoverbot bei der olympischen Distanz.
Das brachte mich leider etwas aus dem Konzept. Zwar hatte ich dann kein Problem damit, dass ich nicht aus dem Neo kam, aber ich bin halt einfach nicht wirklich gut im Schwimmen, weswegen mich der Auftrieb doch etwas schneller machte. Wahrscheinlich kam es eh auf dasselbe raus, aber ich bin ja zusätzlich noch sehr erfroren. Na, mal schauen, wie kalt das Wasser wirklich war.

Als ich mit einem Fuß reinging, dachte ich mir "Ok, sie haben Recht, das Wasser ist wirklich warm..", nach dem 2. Schritt bekam ich aber einen Schock, denn das Wasser war am Boden eisig. Ich brauchte ewig bis ich im Wasser war und als ich meinen Kopf unter Wasser tauchte, bekam ich wieder einen Herzstillstand und Atemnot. DAS WAREN KEINE 22 GRAD - nie und nimmer. Da ein Einspruch wegen Wassertemperatur im Triathlon nicht funktioniert, musste ich das hinnehmen und das Beste draus machen. Also versuchte ich mich an die Temperatur zu gewöhnen. Kurz vor Beginn schwommen Anna und ich zum Start und waren gerade auf halber Höhe, hörten wir "5,4,3.." und sahen uns panisch an und schon hörten wir den Startschuss. Ganz toll, ich war noch ca 40m von der Startlinie entfernt, war keine gute Schwimmerin und musste jetzt auch noch ohne Neo eine Aufholjagd starten. Ich gab mein Bestes, doch innerlich gab ich schon auf, als ich sah, dass die ersten schon bei der 1. Boje waren, als ich gerade mal bei der Startlinie vorbei war. Oft läuft es leider etwas blöd, aber ich gab nicht auf.
Das Schwimmen kam mir schon wieder ewig vor, aber es ging eigentlich trotz keinem Neo, sehr gut, bis plötzlich jemand anfing mich immer mehr abzudrängen. Ich konnte aber nicht weiter nach links, weil da schon das Ufer war und ich schon mit den Händen am Boden ankam. Ich versuchte ein bisschen zurückzudrängen, aber dieser Mann wurde immer aggressiver. Ich haute ein paar Mal rein um vor ihm wieder weiter nach rechts schwimmen zu können, aber das nahm er als anlass, mich an den Beinen zu packen und auf die Seite zu stoßen. Jetzt wurde ich schön langsam grantig und stupste mal zurück, worauf er mit voller Wucht mir eine auf den Kopf haute. Vor lauter Wut konnte ich etwas schneller schwimmen und befreite mich von dem Idioten, weil ich wusste, dass ich mit meiner nicht vorhandenden Kraft, den Kürzeren ziehen würde.
Als ich endlich aus dem Wasser war, sah ich auf die Uhr und war mega enttäuscht. Irgendetwas mit 16 stand da und das war alles andere als ok. Aber gleich hatte ich schon wieder andere Probleme, denn zuerst steckte der Strohhalm von der Aerobottle im Helm, dann bekam ich vor lauter Aufregung den Strohhalm nicht in die Aerobottle und dann musste ich auch noch mit den blöden Radschuhen 300m bergauf mit dem Rad bis zum Aufstieg. Dann gings auch schon auf die Radstrecke mit sehr viel Wind - mal wieder. Egal wie ich rein trat, ich kam kaum über die 30 kmh, jedoch überholte ich einige und wurde kaum überholt. Die Radstrecke war eigentlich eher flach, weswegen ich mir einiges erhoffte, aber leider kann der Wind einem so richtig schön auf die Fresse hauen..zum Glück nur symbolisch. Auf halber Strecke überholte ich Sabsi und Anna, grüßte und motivierte sie und dann wars auch schon wieder vorbei. Wieder über diesen blöden Hügel mit den Radschuhen über den rutschigen Teppich und rein in die Laufschuhe.

Ich lief los und es ging fast wie von alleine. Ein sehr gutes Gefühl, das von KM zu KM immer besser wurde. Ich begann mit 4:40/km und landete bei 4:20/km und überholte nur. Eine einzige Person überholte mich, sonst war ich auf der Überholspur. Die letzten 500m waren die Schwierigsten, weil es da über Wiese und Schotter ging, aber ich schaffte es noch mit einem wackeligen Sprint ins Ziel. Dort staunte ich nicht schlecht, als ich das Finisherbuffet sah - Melonen, Erdbeeren, Bananen, Mehlspeisen, Brot, Aufstriche, Cola, Kaffee, Kakao uvm. So sollte Triathleten immer empfangen werden, dann hat man unterwegs auch mehr Ansporn es zu schaffen :D Insgesamt wurde ich 15. Frau und 5, in meiner AK. Es war okay, vor allem das Laufen war nahezu perfekt, aber im Großen und Ganzen verbesserungswürdig. Übrigens erfuhr ich im Nachhinein, dass es keine 16 war, die nach dem Schwimmen auf der Uhr auftauchte, sondern eine 15. Also wars trotz des verpassten Starts in Ordnung.

Ansonsten ein tolles und gut organisiertes Event, mit tollem Startsackerl, Handtuch als Geschenk, Finishermedaille und riesigen Finisherbuffet. Nächstes Jahr auf jeden Fall wieder
ein Fixpunkt!

Neufeldersee Triathlon

Am Samstag, den 11. Juni ging es nach den NIKE meets Run Club Intervallen (diente als Aktivierung :D) ins Burgenland am Neufeldersee. Ich erhoffte mir aufgrund der Intervalle am Vormittag und des Wetters beim Hinfahren nicht wirklich viel, aber freute mich trotzdem, da ich es liebe an Triathlons teilzunehmen. Philipp und Anna standen dieses Mal auch am Start, Jakub und Sabsi kamen auch, um uns anzufeuern.
Die erste Frage, die sich stellte..Neoverbot oder nicht? Angeblich hatte der See 18 Grad, was ich nach kurzem Zehentest auch sehr bezweifelte, weil der See war um einiges wärmer als das Tullner Aubad die Woche zuvor.
Wir richteten die sehr enge Wechselzone ein, studierten die Ausgänge und machten uns dann zum Start auf. Von solchen Dingen, wie Gewitterwarnung, wollte ich nichts hören. Noch immer stellte sich die Frage -  mit oder ohne Neo. Da sich auch die besten Schwimmer den Neo anzogen, machte ich es auch - wieder mit der Panik nicht rauszukommen.
Diesmal ging es etwas früher zum Einschwimmen, damit der Start diesmal auf keinen Fall verpennt werden würde. Kaum war die erste Startwelle weg, stand ich schon ganz brav im Startblock und wartete auf den Startschuss. Das passierte mir kein zweites Mal. Und schon gings los und ich merkte, dass die 2. Reihe nicht die beste für meine Schwimmkünste war. Nichts desto trotz ging es aber trotzdem sehr gut und bis auf ein paar Ausreißer nach rechts, sollte nichts schlimmeres passieren. Ca. 50m vorm Ausstieg merkte ich, wie eine Dame neben mir schon aufstand. Da ich mich aber an Podersdorf erinnerte und wusste, dass man schwimmend schneller ist als watend, schwomm ich weiter. Als sie merkte, dass ich schneller war beim Schwimmen als sie beim Gehen, hechtete sie wieder ins Wasser :D Anscheinend konnte sie aber nicht mehr, weil sie nach weiteren 10m wieder aufstand. Nachdem ich sie schwimmend wieder überholt hatte, hechtetet sie wieder rein. Ja, wenn man so seine Kräfte verbrauchen will, dann bitte.
Jetzt kam die Stunde der Wahrheit - kam ich raus aus dem Neo? Über die Schultern und die Arme ging es super, aber da war dann wieder diese Hüfte.. einmal, zweimal, dreimal, viermal..endlich löste sich da was und der Neo ging runter. Noch über die Beine und Füße und ausgezogen. Doch wo gab ich den jetzt hin ohne dass der Nachbar sein Rad drauf stellte? Ich wurschtelte ihn zusammen und legte ihn ganz nach hinten. Dann bekam ich den blöden Helm nicht auf, weil mein Zopf zu hoch war. Zopf weiter runter gezogen, Helm auf und los gings.
Ich war schon sehr gespannt auf die Radstrecke und strampelte rein. Die ersten 5km mit Rückenwind gingen super, hatte dauernd knappe 40kmh am Tacho stehen. Auch die zweiten 5km gingen locker flockig, auch wenn es immer wieder ein paar Hügeln gab. Es war wiedermal ein Dauerüberholen und lustigerweise fast nur Männer, die 5min vor den Frauen gestartet sind. Und dann kamen wir auf eine Straße die voller Autos war. Die Autos benahmen sich nicht sehr rücksichtsvoll, weil sie kamen uns sehr sehr nahe und bei Engstellen versuchten sie sich reinzuquetschen, anstatt vlt mal daran zu denken, dass wir auch überholen mussten. Ein paar Kilometer gab es keine Chance irgendwie zu überholen, geschweige denn, nicht Windschatten zu fahren. Auch die Technical Officials standen hinter den Autos im Stau und konnten nicht voran. Und als es dann Bergab ging und nach einen Kreisverkehr scharf rechts, baute ich auch fast einen Unfall, weil mich ein Auto schnitt, ich nach links ausweichen wollte, da aber gerade wieder ein Auto kam. Ich muss ehrlich sagen, ich sah mich dort schon liegen, aber zum Glück ging sich knapp noch alles aus. Der Polizist der im Kreisverkehr stand schrie und fuchtelte wild um sich "Die scheiß Autofahrer..wieso fahren die da überhaupt? So rücksichtslos.." Kaum bog ich ab, war er da, mein lieber Freund der Gegenwind in Begleitung mit seinem guten Freund, dem Regen. Und schon ging das Tacho immer weiter runter und ich musste kämpfen über den 25kmh zu bleiben. Ein paar Leute holte ich mir noch und dann ging es auch schon wieder in die Wechselzone. Nachdem ich zum Laufen bereit war, hatte ich plötzlich ein Blackout. Ich wusste einfach nicht, was ich tun musste, vor allem wohin, obwohl ich das vorher alles zig Male durchgegangen bin. Also drückte ich mal auf meiner Uhr herum und schaute verwirrt in alle Richtungen. Dann sah ich einen Mann der neben mir weg lief und folgte ihm. Kaum war ich aus der WZ draußen, ärgerte ich mich so über mich selbst. Vor allem konnte ich mir nicht erklären, was da gerade passiert war.
Und so lief ich und überholte und überholte und konnte kaum glauben, als ich nach dem ersten Km 4:14/km auf meiner Uhr sah. Das konnte doch nicht stimmen. Aber es ging gut und ich überholte weiter. Nach dem 4. KM wurde es aufgrund des Regens etwas rutschig und das Laufen wurde dadurch immer anstrengender. 500m vorm Ziel musste wieder auf einer Wiese bzw. Schotter gelaufen werden und meine Muskeln wollten einfach nicht mehr. Dann war da auch schon das 5KM Schild und ich wusste dass es noch knappe 300m sind. Irgendwie war ich schon seit einiger Zeit nicht mehr ganz bei Sinnen, ich war einfach im Flow, starrte nur noch, blinzelte kaum mehr und ich konnte innerlich nur mehr grinsen. "Das ist also das sogenannte Runners High!" dachte ich mir, setzte zum Zielsprint an, verlor gegen einen gefühlten 80 jährigen und lief genau bei 1:17:00 ein. Ich war einfach nur megahappy. 1:17 bei einer herkömmlichen Sprintdistanz war ein Ziel, das für mich letztes Jahr noch so unerreichbar war und eigentlich eher ein Ziel für 2017 war.
Aber ich hatte es geschafft und es konnte mir niemand mehr nehmen. Auch Philipp konnte es kaum glauben, dass er bei 1:08 ins Ziel kam - ein Ziel, das er schon seit Jahren hatte, aber nie erreichte. Als ich dann auch noch erfuhr, dass ich 2. in der AK geworden war und insgesamt 7. Frau, war das Ergebnis nochmals um einiges schöner.


Beim Neufeldersee Triathlon können sich noch einige Organisatoren etwas abschauen. Man bekommt neben einem vollgefüllten Startsackerl ein Funktionsshirt, eine Medaille und einen Gutschein für eine Portion Pasta. Das Finisherbuffet war auch in Ordnung, auch wenn die Mehlspeisen schon aus waren, als ich ins Ziel kam. Das einzige, was ich wirklich zu bemängeln habe, sind die nicht gesperrten Straßen, die sehr stark befahren waren - das finde ich eher lebensgefährlich.

Trauntriathlonhttp://www.trauntriathlon.at/
Tulln Triathlonhttp://www.tulln-triathlon.at/
Neufeldersee Triathlonhttp://www.p3trisports.at/trin/


Nachdem ich vorletzte Woche einen Duathlon Rookie gesucht habe und es echt schwer war aufgrund der vielen und echt guten Bewerbungen jemanden auszuwählen, hab ich doch nach einigem rauszögern und auch schlaflosen Nächten jemanden gefunden - Heidi!

Heidi ist so, man vermutet, um die 30 herum ;), lebt in Wien und bezeichnet sich selbst als Running Chick. Sie liebt es zu laufen und an Wettkämpfen teilzunehmen. Wegen einer Verletzungspause kaufte sie sich letztes Jahr ein Rennrad und drehte ihre Runden. Sie bezeichnet sich aber selbst nicht ganz sattelfest und bräuchte auf jeden Fall noch Unterstützung bezüglich Radtraining.

Das waren mal sehr gute Voraussetzungen für einen Duathlon Rookie, zum Teil vielleicht zu gute. Aber da wir nur 6 Wochen haben und ihre Worte wirklich sehr gut gewählt und herzergreifend waren, habe ich mich für sie entschieden. Eine gute Wahl? Wir werden es am Tag X sehen ;)
Bei 3 weiteren Bewerber, dessen Bewerbungen auch super waren, habe ich mich entschieden, auch mit ihnen zu trainieren und ihnen einen Trainingsplan zu geben.

Hier eine kleine Zusammenfassung der ersten Trainingswoche von Heidi:

Heidis Resümee Woche 1


Ich hab's getan. Ich bin per Zufall über Sabine, ihre Seite und ihr Angebot (Startplatz plus Training für den 1. Women's Duathlon) gestolpert. Was soll ich sagen, auf Glück beworben und gewonnen.


Über Duathlon hatte ich schon nachgedacht. Man braucht ja immer wieder eine neue Herausforderung. Allerdings saß dann doch ein kleiner Schweinehund auf meiner  Schulter, der flüsterte: "aber am Rad fehlen dir Praxis, Kilometer, Sicherheit, Sitzfleisch, Tempo...".
Der fette Kerl wollte gar nicht die Klappe halten.
Sabine und die Chance, die sie bot, haben ihn gestoppt.

Der Trainingsplan von Sabine kam per Mail und ich war aufgeregt und motiviert und gespannt.
Außerdem schnaufte ich durch. Den Plan durchzuziehen, sah durchaus machbar aus.
Die Tage zuvor war ich schon fleißig und hab spontan unter anderem mein erstes "Koppeltraining" absolviert. Einfach weil ich es wissen wollte.
Also 32km am Rad und danach 5km laufen.
Und woah...dieses Gefühl unbeschreiblich, komisch, eigenartig bis ekelig...

Der Montag ging gut los mit einer Laufeinheit. Mein Terrain. 
Vor Dienstag und dem ersten offiziellen Koppeltraining hatte ich etwas Nervenflattern.
Ich bin noch nie Intervalle am Rad gefahren.
Laufen kann ich quasi im Schlaf, Rennrad ist da ein anderes Kaliber.
Die Intervalle gingen okay. Mein Training ist pulsorientiert ausgelegt. Den hab ich getroffen.
Richtig schnell war ich nicht, aber das Gefühl gut. Das eigenartig ekelhafte Gefühl vom Rad aufs Laufen umzusteigen war direkt wieder da...allerdings da schon einmal erlebt war ich drauf eingestellt.
Nach den Einheiten fühlte ich mich großartig. Soll erfüllt und es ging mir gut dabei und vor allem spitze danach.
Meinen Ruhetag hatte ich am Mittwoch. Da gab's nur lockeres radeln in die Arbeit und wieder heim.
Den Tag hab ich mit Donnerstag getauscht, da mich ein ekelhafter Schnupfen heimsuchte.
Ich merkte es bereits am Montag Abend und anstatt besser wurde er nur noch schlimmer.
Der Lauf am Donnerstag quasi Routine. Den baute ich einfach in meinen sonst so gewohnten Run in die Arbeit ein...es kam noch ein wenig Bein-/Rumpftraining dazu.
Dieses bisschen Training bescherte mir einen leichten Muskelkater...an sich kein Thema allerdings in Anbetracht der nächsten Einheit am Plan (Laufintervalle) eher semioptimal.
So Freitag da und obwohl schon Intervalle gelaufen...der Respekt vor 6x1000m wie immer vorhanden.
Ich hatte meinen persönlichen Pacemaker, meinen Freund dabei.
Und es lief trotz etwas müder Beine, aber wie schon erwähnt das Laufen ist eindeutig meine stärkere Disziplin.
Die Intervalle hatten es trotzdem in sich und in der Nacht merkte ich (unruhiger Schlaf), dass die Einheit belastend war.
Am Samstag dann die Frage wie bitte soll ich heute bis zu drei Stunden Radfahren gehen?
Ganz einfach, eben nicht fragen, sondern machen.
Die erste Stunde war zäh, die Motivation fehlte...schlussendlich wurden es ~2h15min.
Das Hochgefühl danach diesmal blieb aus. 
Langsam sagte mir mein Körper deutlich, "Hey, was soll das? Ich bin sowas nicht gewöhnt!".
Jammern zählt aber nicht und der Blick auf den Plan ließ mich leicht schlucken. 
Die Woche sollte mit einem 2h Lauf beendet werden. 
Was am Morgen noch unvorstellbar schien, weil da ein Zwicken, Körper müde, wurde dann doch überraschend gut umgesetzt und somit der Sonntag mit einem langen, "langsamen" Lauf beendet.

Fazit der Woche: 


Zwischen Fahrtwind und Gegenwind liegen Welten ;-)

Wenn der Puls am Rad nicht nach oben geht, helfen dem lebensmüde Eichhörnchen spielend auf die Sprünge

Intervalle und ich ein eigenes Kapitel

Nicht denken, überlegen, zögern, zweifeln, einfach machen!

Noch fünf Wochen bin gespannt was da noch geht...

Sabines Resümee:

Zwar hatten wir diese Woche aufgrund von Zeitmangel meiner Seite noch kein gemeinsames Training, aber ich merke schon, Heidi war ganz und gar nicht die falsche Wahl. Sie ist sehr gewissenhaft bei der Sache, ist auch ein kleines Nervenbündel, wie ich, aber wenn es drauf ankommt, ist sie mit 100% dabei.
Meine Trainingswoche war etwas abgespeckt, da ich am Sonntag beim Tulln Triathlon gestartet bin, aber ich hab ja auch schon etwas mehr Radtraining in den Beinen. Kommenden Sonntag gibt es dann eine gemeinsame Ausfahrt mit allen Interessierten. Bei Interesse meldet euch bei mir :)

Letztes Jahr hat sich Philipp (meine bessere Hälfte) voller Freude für die EM in Lissabon bei der Hitzeschlacht in Blindenmarkt beim Ausee Triathlon qualifiziert. Ich wollte daraufhin beim Planksee Triathlon mein Glück versuchen und war auch schon angemeldet. Leider musste ich arbeitstechnisch nach Köln, weswegen ich nicht antreten und in dem Fall auch leider nicht qualifizieren konnte, weil ich hätte an diesem Tag nur mitmachen müssen, um in Lissabon dabei sein zu können. Aber ja, oft läufts blöd und so bin ich hier in Lissabon gerade die einzige gechillte Person ;)

Tag 1 - Mittwoch, 25.5.


Das Fazit des Tages: Woran erkennt man, dass man mit Triathleten verreist? Niemand nimmt die Rolltreppe, alle nehmen die Stiege - so auch ich..Gruppenzwang und so :D
An sich ist an dem Tag sehr viel schief gegangen - man muss dazu wissen, dass Philipp und ich solche Situationen immer magisch anziehen.
Organisiert von Trinews.at - (gemeinsamer Flug, Unterkunft im Österreicherhaus) trafen wir uns alle um 13:00 am Flughafen, um noch Rad und Gepäck einzuchecken. Und da begann schon das erste Problem. Irgendwie wurde Philipp sein Rad nicht mitgebucht und es stand schon an der Kippe, ob Philipp sein Rad mitnehmen durfte oder nicht. "Zum Glück" hatte eine Person ein Rad mitgebucht und keines mitgenommen, so wurde nach langer Diskussion und Warterei die Radreservierung umgebucht und Philipp durfte seine "Aloha" mitnehmen. Weiter gings zum Gepäck und welch Wunder, auch das klappte nicht auf anhieb. Da jetzt ein Rad beim Philipp dazugebucht war, das vorher nicht reserviert war, schrie der Computer auf und es hieß er durfte kein weiteres Gepäck mitnehmen. Nach einem weiteren Hin und Her durfte Philipp dann doch sein Gepäck mitnehmen und wir waren erleichtert. Dann sahen wir auf unser Flugticket und mussten feststellen, dass wir 20 Reihen auseinander saßen.. Wie gesagt, wir ziehen das einfach magisch an...
Nachdem ich in meiner Reihe nachgefragt hatte, ob vlt wer allein saß und kein Glück dabei hatte, stellten wir fest, dass der Platz neben Philipp nicht besetzt war.. Da frag ich mich schon, was der Typ beim Schalter sich bei der Platzvergabe gedacht hat, wahrscheinlich "Der geht mir am Nerv mit seinem Rad, setz ma die beiden doch ganz weit auseinander" oder sowas in der Art, vor allem, weil sehr viele Plätze in der Maschine, auch nebeneinander, frei waren. So setzte ich mich einfach neben ihn und wir schauten gemeinsam Filme und ich konnte auch ein wenig schlafen.
In Lissabon angekommen, stand es auch noch an der Kippe, ob wir einen Bustransfer zum Hotel hatten, weil Philipp zu spät dran war mit der Buchung. Da das Team von Trinews aber wirklich super organisiert und nett sind, meinten sie, dass es kein Problem ist, wir sollen einfach mitfahren. So gings dann zum Ibis Hotel, Nähe Eventareal. Am Abend entdeckten wir dann noch 2 Minuten von uns ein riesiges Einkaufszentrum, das von der Größe her, fast wie die SCS ist. Ich weiß schon, was ich während Philipps Wettkampf mache.. :D Scherz. Nachdem wir bei "Go natural" gegessen hatten und mit Bier im Zimmer angestoßen haben. fielen wir auch erschöpft ins Bett.



Tag 2 - Donnerstag, 26.6.


In den Tag sind wir mit einem riesigen Frühstück gestartet. Erst nach dem Essen fiel mir ein, dass ich ja auch sowas wie einen Trainingsplan hatte und da extensive Laufintervalle und Schwimmen im Meer bzw Fluss standen. Da musste ich zuerst mal warten, sonst wäre mir mit Sicherheit wieder alles hochgekommen. Philipp musste mal sein Rad wieder zusammenbauen, weil die Radstreckenbesichtigung um 10 Uhr statt fand.
Philipp: "Als ich zum Treffpunkt kam, war ich beeindruckt, wie viele Athleten sich die einmalige Chance den Radkurs zu besichtigen, nicht entgehen ließen. Im Konvoi ging es mit Polizeieskorte zunächst relativ gemächlich von der Meo Arena (Eventareal) zur Autobahn, die entlang des Ufers verläuft. Auf der Autobahn (!!!) wurde das Tempo etwas angezogen und wir konnten die flache Strecke ideal zum Einrollen verwenden. Der angekündigte Berg erwies sich für einen Alpenländler eher als Hügelchen und nahm somit ledigliche Befürchtungen bzgl. der angeblichen 12% Steigung. Am Berg befand sich der Wendepunkt von wo es wieder entlang der Autobahn zum Eventgelände zurückging. Die Erkenntnis der gemeinsamen Streckenbesichtigung war: Morgen muss gebolzt werden!"
Was ich in der Zwischenzeit gemacht habe? Mit der Putzfrau meinen Haargummi gesucht und mich mit Händen und Füßen unterhalten :D Ich war noch immer sehr voll, weswegen laufen einfach nicht ging. Als Philipp wieder zurück kam, zog ich mich an und lief los. Ein Radweg von ca 1km war meine Strecke und 1:10min stand am Trainingsplan. Ich wollte gar nicht ausrechnen wie oft ich hin und her laufen musste. Bei den 3x10min extensiven Intervallen war ich aber so konzentriert, dass die Zeit sehr schnell vorbei ging und ich gar nicht mitbekam, dass ich fast 7x hin und her gelaufen war. In eine Richtung war es immer mega heiß und in die andere war es durch den Wind anstrengender, aber dafür richtig angenehm.
Nach dem Lauf ging es dann auch schon zur Wettkampfbesprechung, die jedoch leider zur gleichen Zeit wie die Schwimmstreckenbesichtigung stattfand. Man kann hier leider nicht nach Lust und Laune schwimmen, denn die Schwimmstrecke befindet sich in einem Becken vom Fluss Tajo, der dann in den Atlantik mündet. In den Fluss kann man eigentlich hier nirgends rein und in das Becken durfte man nur während 16:15 und 17:15 am Donnerstag und um 17:15 bis 18:15 am Freitag. Aus dem Grund gingen wir während der Wettkampfbesprechung los um noch zumindest ein paar Minuten schwimmen zu können.
Ich bin noch nie in Salzwasser geschwommen, wovon ich ehrlich gesagt, etwas Respekt hatte, weil ich beim Schwimmen doch oft Wasser schlucke. Das Wasser war laut Angabe 19,5°C, was es nie und nimmer hatte, denn das Kaiserwasser war meiner Meinung nach wärmer und das hatte die letzten Male ca, 17°C. Trotzdem ging es sehr gut, auch besser als gedacht mit dem Salzwasser. Nach knappen 10min mussten wir auch schon wieder raus, denn die Aufpasser waren da sehr streng. Kaum aus dem Wasser ging es auch nach schnellem Duschen zur offiziellen Eröffnungsfeier, bei der alle Nationen relativ unspektakulär in die Meo Arena einmarschierten. Österreich ist nach Großbritannien das größte angereiste Team, was mich wirklich beeindruckt hat. Kaum waren wir in der Arena gings auch schon zur Pasta-Party, bei der wir uns wieder die Bäuche vollschlugen. Ziemlich müde und fertig gings dann wieder Richtung Zimmer und ab ins Bett, denn Philipp hatte ja seinen großen Tag vor sich.
Tag 3 - Freitag, 27.5.

Der Tag der Wahrheit! Schon um 7 konnte ich nicht mehr schlafen, weil Philipp durchs Zimmer huschte. Man merkte seine Nervosität schon von der Ferne. Aber war ja klar, es war der Tag X, für den er sich vor einem knappen Jahr qualifiziert hatte und sich darauf freute. Leider ist die Vorbereitung auch nicht wirklich gut verlaufen - seit Februar schleppte er eine Verletzung am Schienbein/Sprunggelenk mit sich, die einfach nicht wegging. Vor allem wenn einem zig Menschen Glück wünschen, steht man doch sehr unter Druck, das beste zu geben.
Da der Check-in erst um 9:30 war, mussten wir die Zeit ein wenig totschlagen. Nach dem Frühstück kam ich auf die Idee, dass wir unsere Festplatte mit Musik mithatten. Also Musik ein, mitsingen, tanzen, hüpfen und sich ein wenig auslockern - so ließen wir die Zeit verstreichen und Philipp wurde dadurch auch abgelenkt. Danach ging es zum Check-in und eine mega lange Schlange erwartete vor der Wechselzone. Das brachte die Nervosität natürlich gleich wieder zum Vorschein. Nach ca. 20min konnte Philipp in der riesigen Wechselzone einchecken, seine Wechselzone einrichten und die Wege studieren.
Dann ging es schon zur Pre-Start Area, wo er sich gemeinsam mit den anderen Athleten einfand. Dort wurde noch aufgewärmt, getratscht und sich gegenseitig noch mehr nervös gemacht. Kurz vor dem Start um 11:11 durften sie dann ins Wasser zu den Bojen, wo sie auf das Kommando "On your marks" und den darauffolgenden Startschuss warteten.

Copyright: Women's Duathlon
Triathlons habe ich inzwischen ja schon einige gemacht, aber Duathlons sind ja noch etwas Neuland für mich. Vor einem knappen Monat habe ich ja beim Parndorf Duathlon meinen ersten gemacht und ich muss sagen, leicht ist was anderes.

Auch wenn man glaubt, dass es ja nicht viel anderes als ein Triathlon ist bzw. es eigentlich einfacher sein müsste, weil das Schwimmen wegfällt, der hat sich meiner Meinung nach getäuscht. Zwar muss man nur zwei Sportarten ausüben und für viele Triathleten sind es die zwei „einfacheren“ Disziplinen (auch für mich), aber in dieser Konstellation Laufen – Radfahren – Laufen ist einiges an Ausdauer und Durchhaltevermögen gefragt. Je nach Distanz (Sprint oder Kurz) werden entweder 5 bzw. 10km gelaufen, 20 bzw. 40km geradelt und wieder 2,5 bzw. 5km gelaufen. Natürlich gibt es auch kürzere Distanzen, die nicht genormt sind, aber dazu noch später.

Wie ich schon angesprochen habe, darf man das Laufen vor dem Radfahren nicht unterschätzen, da man beim Laufen doch die meiste Kraft aufwendet. Es ist vor allem sehr schwierig sich richtig einzuschätzen und seine Kraftreserven richtig einzuteilen – weil die ersten 5km bzw 10km auf Vollgas zu laufen, kann fatal enden. Da ist es besser sich zu Beginn zurückzunehmen und schrittweise zu steigern.

Duathlons sind, warum auch immer, aber (noch) nicht so sehr „in Mode“ wie Triathlons und schon gar nicht bei Frauen. Die Triathlonbewerbe schießen aus dem Boden, wie noch vor einigen Jahren die Laufveranstaltungen. Und unter ihnen auch immer mehr „Womens only“ Triathlons, die auch gut angenommen werden. Immer mehr Sportler- und innen versuchen sich im Triathlon und tun sich vor allem im Schwimmen sehr schwer. Aus dem Grund wäre es eigentlich naheliegend sich zuerst am Duathlon zu probieren.

Women's Duathlon

Als ich vor ein paar Monaten von einer neuen Veranstaltung, dem Women’s Duathlon gehört habe, war ich begeistert. Ein Duathlon nur für Frauen in Leobersdorf (Niederösterreich) am 10. Juli 2016. Es werden zwei Distanzen angeboten, der „All Women“ mit 2,5km – 14,5km – 1,25 km und den „Power Women“ mit 7,5km – 29km – 5km. Beide Distanzen können allein, aber auch in der Staffel, bestehend aus zwei oder drei Personen, absolviert werden.

In Österreich gab es einen Duathlon speziell für Frauen noch nie – die Idee finde ich aber genial, um sich mal weg vom reinen Laufen hin zum Multisport zu tasten. Vor allem die kürzere Distanz ist die perfekte Gelegenheit, um mal Duathlon-Luft zu schnuppern.

Wenn man sich jetzt denkt, dass einem die Ausrüstung vom Mitmachen abhält, dann kann ich euch beruhigen: Jegliche Räder sind bei der Veranstaltung erlaubt – vom Rennrad, Mountainbike, Citybike bis zum Trekkingrad, lediglich Klappräder und E-Bikes sind nicht gestattet. Ansonsten ist nur ein Helm verpflichtend und mit einem Startnummernband, Chipband und Laufschuhen ist man bestens ausgerüstet. Nach dem Debüt kann man sich noch immer entscheiden, ob ein Duathlon etwas für einen ist und sich  gegebenfalls besser ausrüsten.

Bewerbt euch!

Für alle, die sich bisher noch nicht wirklich entscheiden konnten, ob sie sich gerne mal bei einem Duathlon versuchen möchten, habe ich jetzt die Chance für euch! Trainiert gemeinsam mit mir hin auf den Women’s Duathlon inkl. Trainingsplan, gemeinsamen Trainingssessions und einen kostenlosen Startplatz für die Distanz nach Wahl in Kooperation mit dem Women's Duathlon. Wie könnt ihr gewinnen? Überzeugt mich einfach, warum ihr ausgewählt werden solltet. Die einzige Bedingung ist, dass ihr ein Duathlon Rookie sein müsst, also vorher noch nie einen Duathlon gemacht habt und logischerweise weiblich sein müsst ;)


Mails mit Bewerbung und Infos zu eurer Person bitte an:
wechselzone [@] gmx.at
Bewerbungsfrist: 22. Mai 2016

Alle Infos zum Bewerb: http://www.womens-duathlon.at/
Zur Anmeldung: Anmeldesystem

Als ich vor einigen Wochen den Parndorf Duathlon in der Startplatzliste des Team Erdinger Alkoholfrei sah, dachte ich mir "Duathlon klingt doch interessant, das müsste klappen, weil laufen kann ich und radfahren geht auch immer besser, nur das Schwimmen ist noch nicht so ganz mein Freund, obwohl ich es gerne mache. Müsste also ein Heimspiel sein!" und klickte auf "Bewerben". Prompt bekam ich die Woche darauf auch den Platz und freute mich.
Ein paar Tage später sah ich mal nach, welche Distanzen, denn dieser Duathlon hatte und ich musste mal zuerst schlucken... 10km laufen - ok, 40km radfahren - ähm was?, 5km laufen - okay, aber nach 10km laufen und 40km radfahren, sch****!!! Im ersten Moment dachte ich sofort an den Rücktritt, weil eigentlich eines meiner Saisonziele die erste olympische Distanz im Triathlon wäre und der Duathlon von der Distanz her so ziemlich damit gleichzusetzen wäre.
Aber dann dachte ich mir, dass es trotzdem nicht dasselbe ist, weil ich ja eigentlich den größten Respekt vor den 1,5km Schwimmen habe und die 40km Radfahren mal als Test ausprobieren könnte. Darauf hintrainieren konnte ich sowieso nicht, einerseits, weil nicht genügend Zeit blieb und andererseits weil eine Woche vorher der Vienna City Marathon an- und die Stunde der Wahrheit bevor stand.
Nach dem Vienna City Marathon waren die Beine schwer, aber der Wille viel zu stark. Das einzige, was mich noch bremsen hätte können, wäre das Wetter gewesen. Wenn es geregnet hätte, wäre ich nicht gestartet, weil ich einerseits eine Schisserin bin, was Radeln und Regen betrifft und andererseits möchte ich nicht wieder an die Bedingungen meines ersten Triathlons erinntert werden ;)

Am Tag des Duathlons wusste man am Vormittag noch nicht so recht, wie das Wetter werden würde: bewölkt, etwas frisch und die Sonne versuchte sich durchzukämpfen. Ich musste sagen, dass ich schon ziemlich aufgeregt war, ich bekam immer mehr Respekt vor den einzelnen Distanzen.
Beim Check-in war es dann auch schon sehr warm und ich konnte kaum meinen Durst stillen.
Als es endlich so weit war, bratete die Sonne bei 25 Grad richtig stark runter. Mir wurde schon schlecht, wenn ich an die 10km und an die 4 Runden á 2,5km dachte. Aber ja, ich wollte es ja so. Also Augen zu und durch.
Als ich mich kurz vorm Start nochmal umsah, war ich echt perplex wie viele topmotivierte und vor allem ambitionierte Leute um mich herum waren. Man sah allein schon an der Ausrüstung, was die heute vor hatten - nämlich siegen! Und dass die burgenländische Meisterschaft und österreichische Meisterschaft der Masters ausgetragen wurde, machte die Sache auch irgendwie nicht besser. Und schon fiel der Startschuss und alle rannten um ihr Leben.
Nach der ersten 2,5km Runde wusste ich schon, dass ich das Tempo nicht halten konnte, weil die Sonne von Minute zu Minute unerträglicher wurde. Was ich aber wirklich toll fand, waren die vielen bekannten Gesichter, die mitmachten und mich allesamt anfeuerten.
Normalerweise muss es schon Hochsommer sein, dass ich mir Wasser über den Kopf gießen musste, aber diesmal landete jeder Becher zuerst am Kopf, bis ich einen zweiten zum Trinken nahm. Während dem Laufen musste ich an meinen ersten 10km Lauf denken, vor dem ich damals richtige Panik schob, dass ich ihn unter 1 Stunde schaffte und jetzt laufe ich das gerade zum "Aufwärmen", bevor eigentlich das kam, wovon ich absolut keine Ahnung hatte, wie ich mich da machen würde. Vom Triathlon kenne ich schon das Radeln nach Belastung, aber Schwimmen kann man nicht mit Laufen vergleichen, weil da die Beine noch nicht so kaputt sind, wie nach 10km laufen.
Und "schon" - nach einer gefühlten Ewigkeit - kam ich nach enttäuschenden 47min an. Jetzt schnell in die Wechselzone, wechseln und ab aufs Rad.
Ich hatte einen perfekten Platz, direkt am Ende der Reihe, jedoch hatte ich meine Schuhe so blöd hingeworfen, dass jeder aus der Reihe drüberfallen würde. Also musste ich sie nochmal irgendwie auf die Seite schieben, was mich unnötige Sekunden kostete. So, nun aber raus aus der Wechselzone und ab aufs Rad..


Auf den ersten Metern spürte ich schon den kräftig blasenden Wind.."na, das kann ja noch heiter werden" dachte ich mir, aber ich trat kräftig in die Pedale. Es ging ca 10km gerade aus, 3km nach links und wieder 7km zurück. Das schlimmste war der 3km Abschnitt, weil man durch den frontalen Wind sich fühlte als würde man nicht vorankommen. Während ich auf dem 10km Abschnitt um die 34kmh fuhr, waren es bei den 3km nur mehr 23kmh. Die 7km waren dann so zwischendrin..knapp unter 30kmh. Die erste Runde war relativ schnell vorbei und meine Uhr zeigte mir knappe 31kmh an, was mich wahnsinnig freute. Jetzt nur mehr eine Runde dann hatte ich das größte Übel hinter mir. Es erstaunte mich aber, dass mir das Radfahren eigentlich in dem Moment richtig Spaß machte und ich die Geschwindigkeit auch auf die 2. Runde genauso halten konnte.
Einen kleinen Streit hatte ich noch kurz auf den letzten Metern mit einem etwas korpulenterem Mann, der meinte er müsse mich überholen und dann extrem langsam werden. Also überholte ich ihm zurück und reihte mich vor ihm wieder ein. Plötzlich fing er zum Schreien an, was ich für eine blöde Kuh sei, ob ich nicht wisse, wie man richtig Rad fährt.

Ich hatte aber in dem Moment alles richtig gemacht, nur konnte er anscheinend nicht damit leben, dass ihn eine Frau überholt hatte. Nochmal kurz geärgert, dann ging es schon runter vom Rad und rein in die Wechselzone. Schnell wieder die Laufschuhe an und schon gings los. Die Beine wollten aber gar nicht, vor allem ist während dem Radfahren mein linker Fuß eingefroren und irgendwie hatte sich meine Socke irgendwie blöd unter dem großen Zehen verwurschtelt. Ich konnte die ersten 100m nur humpeln und es tat ziemlich weh. Aber ich wusste, dass ich es fast geschafft hatte - nur mehr 5km durchhalten, dann hatte ich es doch tatsächlich geschafft. Doch ich merkte, dass ich einfach keine Geschwindigkeit zusammenbrachte, sogar der Puls ging immer weiter runter. Ich sah der Uhr zu, wie sie immer näher an die 5:00 kam, was mich absolut nicht freute. Aber ich kämpfte mich durch und biss immer mehr. Statt den angepeilten 23 Minuten, wollte ich jetzt nur nicht über die 25 Minuten kommen.
Nach der ersten Radrunde hatte mich übrigens eine Frau überholt, die ich einfach nicht mehr einholen konnte. Auch beim Laufen schien es aussichtslos. Nach der ersten 2,5km Runde merkte ich aber, wie sie immer näher kam. Jetzt hatte ich nur mehr ein Ziel - sie einzuholen. Jedoch wurde ich auch immer langsamer und ich fühlte mich, als konnte ich keinen Meter mehr laufen. Aber ich kam näher und näher. Den letztem KM versuchte ich noch Gas zu geben, aber das klappte auch nicht so ganz. ca 100m vorm Ziel war sie nur mehr 20m entfernt und ich nahm alle Kraft zusammen und sprintete los und ein paar Meter vorm Ziel überholte ich sie und lief breit grinsend ins Ziel. GESCHAFFT! Und der erste Gedanke war "NIE MEHR WIEDER!". Nach einigen Brechreizen und einigen Schulterklopfer mit Gratulationen war der zweite Gedanke "ICH HABS GESCHAFFT! GEIL, WANN DARF ICH WIEDER?" :)

Nachdem ich mich wieder erholt habe, konnte ich es kaum glauben -  ich wurde tatsächlich 2. in der AK und bekam einen tollen Pokal. Ich bin wirklich froh, dass ich gestartet bin - nicht nur wegen dem Pokal, sondern auch wegen der Erfahrung, die mir sicher bei den nächsten Triathlons helfen wird. Und nochmals danke an alle, die mich unterwegs so lieb angefeuert haben, das hat mir sehr geholfen!


Alle Infos zum Parndorf Duathlon: http://www.lc-parndorf.com/



Wer hat noch nicht irgendwo davon gehört oder gelesen - von den Cloud Laufschuhen von ON. Aber sehr wenige haben sie bereits getestet oder gar gekauft. Diesen Grund habe ich mir zum Anlass genommen und habe 3 Modelle 4 Monate lang getestet: Cloud, Cloudsurfer und Cloudracer.
Ich war schon immer sehr neugierig auf diese Schuhe und vor allem, wie sich diese Dämpfung anfühlen soll. Wie auf Wolken, wie der Name schon verrät? Oder so hart, wie diese außergewöhnlichen Noppen eigentlich aussehen?


Der Cloud


Der Cloud ist mir zum ersten Mal aufgefallen, als ich in einem Laufschuhgeschäft ein Mädl sah, das genau diese Schuhe trug. Im ersten Moment dachte ich mir, was für seltsame Schuhe das waren, aber irgendwie konnte ich nicht mehr wegsehen und verliebte mich mit jedem Blick mehr in den außergewöhnlichen Schuh. Was mich am meisten faszinierte, war die Gummischnürung und, dass sich diese nur am oberen Teil des Schuhs befanden.
Als ich dann die Schuhe testen durfte und zum ersten Mal anhatte, konnte ich das Gefühl kaum beschreiben. Er fühlte sich sehr bequem und vor allem sehr leicht an - als hätte man gar keinen Schuh an. Zu Beginn trug ich ihn mal als Freizeitschuh ein und konnte es gar nicht glauben - ich fand ihn bequemer und angenehmer als NIKE Frees und das sind eigentlich die einzigen Schuhe, die ich immer trug - egal, ob Frühling, Sommer, Herbst oder Winter und die als Freizeitschuh alle anderen Schuhe einfach immer in den Schatten gestellt haben. Aber der Cloud fühlt sich einfach noch besser an und lässt auch nach mehreren Stunden keine Fußschmerzen zu.
Der Schnürung gegenüber war ich zuerst skeptisch. Ein Gummiband, das nur den halben Schuh hält, das kann ja beim Laufen doch nicht halten. Habe es dann beim Laufen gleich ausprobiert und mit dem Fuß auch extra viel herumgeschüttelt. Aber, er sitzt bombenfest, denn die Passform des unteren Teil des Schuhs hat eigentlich nichts mit der Schnürung zu tun und muss deshalb eigentlich gar nicht geschnürt werden. Aber für alle, die sich damit sicherer fühlen, sind auch normale Schuhbänder dabei. Auch die Gummischnürung kann fester gemacht werden, wenn jemand einen sehr schmalen Fuß bzw, nicht allzu hohen Rist besitzt.
Ansonsten habe ich den Schuh zu mehreren Einheiten ausprobiert - für längere, mittelschnelle, schnelle Einheiten und für Koppeltrainings. Am allerbesten fand ich ihn für die Koppeltrainings, weil man sehr schnell in den Schuh hineinkommt und sehr leicht, aber trotzdem nicht instabil ist - was vor allem nach langen Radeinheiten und schweren Beinen sehr förderlich ist. Ich bin mir sicher, dass ich ihn auch für Triathlons verwenden werde - vor allem für die kürzeren Distanzen.
Für längere Trainingseinheiten finde ich ihn eine Spur zu leicht und greife da lieber auf den Cloudsurfer zurück.

Gewicht: ca. 191g. (Gr. 40)
Obermaterial: Atmungsaktives Netzgewebe
Sohle: Cloud-Tec System mit Zero-Gravity Schaum
Sprengung: 6mm
Einsatz: schnellere bzw. kürzere Läufe, Koppeltrainings, Triathlon, Freizeitschuh
Kategorie: Neutral
Preis: 134,95€
Meinung: Der Cloud ist mein absoluter Lieblingsschuh geworden, da er so vielseitig ist. Er ist wahninnig leicht, bietet trotzdem maximale Dämpfung und ist extrem bequem. So sollte jeder Laufschuh sein!
Bewertung: 5/5


Der Cloudsurfer


Der Cloudsurfer sieht schon etwas robuster und mehr nach Laufschuh auf. Auf den ersten Blick sieht man, dass die Sohle sich von der, des Clouds unterscheidet. Während der Cloud durchgehend aus 2 Reihen an Kammern besteht, ist der Cloudsurfer in 2 Teile aufgeteilt - vorne mit 3 Reihen an Noppen und hinten mit 2. Bei der Fußwölbung befinden sich keine Noppen, was aber beim Laufen überhaupt nicht auffällt, weil man an dieser Stelle sowieso nicht mit dem Fuß aufkommt. Was mir vor allem beim Laufen aufgefallen ist, sind die hinteren Noppen, die nicht bis nach ganz hinten gehen - das verhindert vor allem das Fersenlaufen, weil man dadurch automatisch mit dem ganzen Fuß aufsetzt. Beim ersten Lauf taten mir richtig die Oberschenkel weh, weil man ganz anders aufsetzt, jedoch spürte ich beim 2. Mal nichts mehr davon.

Auch die Schnürung gleicht eher der, eines herkömmlichen Laufschuhs, obwohl die Schuhbänder sehr dünn sind.
Beim ersten Mal als ich den Schuh ausprobiert hatte, war die Straße sehr nass. Mir fiel sofort der Gripp der Schuhe auf - egal ob ich über nasse Bodenmarkierungen, Kanaldeckel oder sonstige im Normalfall rutschige Hindernisse gelaufen bin, es fühlte sich sogar an, als würde ich picken bleiben, was vor allem bergab, sehr praktisch ist. Der Grund dafür sind die Pfeil-Prägungen auf den Noppen, die guten Halt und Traktion bieten.
An sich ist er ein sehr guter Laufschuh, vor allem für mittel- und lange Trainingsläufe geeignet und mit einem Gewicht von ca. 240g sehr leicht für einen gut gedämpften Schuh.

Gewicht: ca. 264g. (Gr. 40)
Obermaterial: Microfiber 3D AirMesh
Sohle: 13 Cloud-Tec Dämpfungselemente mit Pfeil-Prägungen
Sprengung: 7mm
Einsatz: mittelschnelle bis langsame bzw. längere Trainingsläufe
Kategorie: Neutral
Preis: 159,95€
Meinung: Der Cloudsurfer ist für einen Trainingsschuh, vor allem für längere Läufe, sehr leicht, agil, bietet gute Dämpfung und federt richtig gut ab.
Bewertung: 4/5


Der Cloudracer


Wenn man den Cloudracer betrachtet, sieht man sofort, dass der Schuh schnell sein muss. Extrem leicht, sehr minimal und windschnittig geschnitten. Auch das Obermaterial sieht auf den ersten Blick "anders" aus - es ist durchsichtig und besteht aus kleinen Waben, die aus einem Netz bestehen und extrem luftdurchlässig sind. Wenn man hineinschlüpft sitzt der Schuh fest am Fuß und fühlt sich wie eine 2. Haut an. Damit dieses Skelett-Obermaterial auch einen Halt bietet, wurden an kritischen Stellen ein Taping-System, also eine Art Bänder, miteingearbeitet.
Leider ist mir der Schuh eine Spur zu klein, weswegen mir genau diese Bänder an manchen Stellen Blasen verursachen - aus dem Grund unbedingt die richtige Größe kaufen. Im Gegensatz zum Cloud und Cloudsurfer ist er kleiner und enger geschnitten.

Ansonsten ist er sehr agil, direkt und wahnsinnig schnell. Bin bisher damit die schnellsten Intervalle und 7km Läufe gelaufen. Aber Achtung, langsam kann man mit dem Schuh nicht unbedingt laufen, weil man sonst vor allem am Fußballen jeden einzelnen Noppen spürt und das kann sehr unangenehm werden. Also immer schön Gas geben mit dem Schuh - aber dazu verleitet der Schuh sowieso ;)

Gewicht: ca. 206g.
Obermaterial: Skelett-Obermaterial aus Netzgewebe
Sohle: 18 niedrigprofilierte Cloud-Tec Elemente mit Honigwaben-Profil
Sprengung: 5mm
Einsatz: Wettkämpfe, schnelle Einheiten
Kategorie: Neutral
Preis: 139,95€
Meinung: Der Cloudracer ist der perfekte Wettkampfschuh, weil er leicht, trotzdem noch gedämpft, sehr wendig und vor allem sehr schnell ist.
Bewertung: 4,5/5


Wie auf Wolken?

Diese 3 Modelle habe ich jetzt 4 Monate getestet und bin begeistert. Meiner Meinung haben die Schuhe nicht viel mit Wolken am Hut, außer es ist damit die Vorstellung gemeint, wie man von den Wolken wieder abgefedert wird. Ich persönlich finde die Dämpfung eher hart und die Schuhe sehr direkt. Aber genau das liebe ich an den Schuhen, weil ich kein großer Fan von weichen einsinkenden Dämpfungen bin. Man stoßt aber sehr gut mit ihnen ab und das Laufgefühl ist auch gleich viel schneller.


Probleme mit Größen und Steinchen

Ich hatte nur ein wenig Probleme mit den Größen. Normalerweise habe ich bei Laufschuhen Gr. 40 und habe bei allen 3 diese Größe gewählt. Während der Cloud perfekt passt, ist der Cloudracer zu klein und der Cloudsurfer eine Spur zu groß. Also am besten jedes Modell einzeln anprobieren.
Sonst finde ich sie perfekt. auch das Design und die Farben finde ich echt super, vor allem, weil sie nicht nach langweiligen typischen Laufschuhen aussehen.

Das einzige Manko, das ich an dem Schuh bzw. der Sohle gefunden habe, ist das Problem mit Steinchen und Erde. Wenn mal etwas in diese Waben reingekommen ist, ist es schwer, das wieder rauszubekommen, vor allem während dem Laufen. Aus dem Grund vermeide ich es, mich mit den On ins Gelände bzw. abseits der Straße zu begeben.

Cloudster, Cloudcruiser und Cloudflyer

Neben den von mir vorgestellten Modellen gibt es sonst noch den Cloudster, der ein Allrounder für den Einstieg ist, den Cloudcruiser, der neben der Straße auch gut fürs Gelände geeignet ist und für etwas schwerere Läufer angedacht ist, und den Cloudflyer für starke Überpronierer und etwas schwerere Läufer.

Fazit

Jeder der noch nie einen ON an den Füßen hatte, sollte ihn unbedingt mal zumindest für einen kurzen Testlauf im Geschäft ausprobieren - einfach nur um mal zu fühlen, wie sich Laufschuhe auch anfühlen können!

Fazit: Absolut empfehlenswert -  Ist jeden einzelnen Cent wert!

Homepagehttps://www.on-running.com/de-de/



Am Sonntag war ich wieder bei "Laufen hilft" wie letztes Jahr bei den 10 km am Start. Es ist zwar jetzt schon einige Tage vorbei, aber ich bin noch immer geflashed!
Aber mal zurück zum Anfang!

"Laufen hilft - Österreichs Laufopening" ist ein Benefizlauf, der Spenden für die St. Anna Kinderkrebsforschung und das Projekt Erst Wohnen vom neunerhaus sammelt. Es gibt neben dem Kinderlauf (dieses Mal am Vortag), drei verschiedene Distanzen - 5km, 10km und 21,1km. Da ich bei den Eisbärläufen 7km, 7km und 14km laufe, dachte ich mir, dass die 10km am besten reinpassen würden. Und eigentlich war ich auch sehr neugierig, ob ich die Zeit von den 10km vom Graz Marathon schaffen würde.
Am besagten Tag ging es vor dem Lauf mehr als stressig zu - wieder ewig lange Schlangen bei den Frauentoiletten, einlaufen, ein Fototermin und Gespräche mit Bekannten. 2 Minuten vor dem Start begab ich mich endlich in einen Startblock - ich hatte keine Ahnung, ob ich richtig war. Zuerst sah ich nur den Pacemakerballon mit sub 40min - da ging ich ganz schnell sehr viele Schritte zurück, bis ich am Ballon mit sub 50min ankam - aber das war auch nicht unbedingt die Zeit, die ich angestrebt hatte. Mein absoluter (und geheimer) Traum war es für diesen Tag, die 4:30/km auf die 10km zu schaffen, offiziell sagte ich aber, dass ich gerne die 4:35/km von Graz gerne wieder schaffen würde. Ich wusste, dass auch die 4:35 schwer werden würden, weil ich die Woche zuvor beim Eisbärlauf gerade mal diese Zeit auf die 7km geschafft hatte.
Es erklang der Startschuss und ich lief los und es fühlte sich schon auf den ersten Metern besser an als die Woche zuvor. Die Strecke lief über eine Schleife zum Lusthaus und auf der Hauptallee gerade zurück (verkehrte VCM/LCC 7km Strecke). Kurz bevor man in die Kaiserallee abbog, waren die ersten 5km geschafft. Ich konnte es kaum glauben, ich hatte es tatsächlich geschafft alle KM unter 4:30 zu bleiben und stellte mir schon vor, wie ich auf der Ziellinie triumphierte.

Doch dann bogen wir ein und der Wind, den ich in der Früh schon verflucht hatte und mich während dem Lauf gefragt hatte, wo er sich versteckt hatte, zeigte sich. Innerlich wurde ich nervös, weil ich wusste, wie ich die Woche zuvor gekämpft hatte, aber dann begann ich dagegen anzukämpfen. Und schon war der 6km vorbei mit einer Zeit von 4:23 und ich wusste, dass das zuviel Kampf war und das jetzt zum Problem werden konnte. Aber auch km 7 ging noch relativ gut mit 4:20, aber bei dem 8. Kilometer merkte ich, dass ich die 2Km zuvor einfach zu viel gegeben hatte und versuchte ein wenig runter vom Gas zu gehen. Als es dann durch den Prater ging und immer unebener wurde, begann ich immer mehr zu kämpfen und ich merkte richtig wie ich einbrach. Jedes kleine Fleckchen Kopfsteinfplaster raubte meine Kraft und ich sah die sub 45Minuten schon schwinden. Aber da ich so konzentriert war, war plötzlich schon der 9. Kilometer vorbei und kurze Zeit später ging es schon wieder auf die Hauptallee, auf der der blöde Wind schon wieder zu Gast war. Es war ein einziger Kampf gegen den Wind und gegen meine Beine, die sich wie angewurzelt fühlten. Ich biss und biss und schaffte es noch einen kurzen Zielsprint einzulegen. Ich sah, wie die Zeit immer schneller Richtung 45 Minuten tickte und setzte nochmal eines drauf. Bei genau 45:00 Minuten kam ich ins Ziel, aber ich wusste, dass ich um einiges später gestartet war, dass es sich also nur um die Bruttozeit handelte. Im Endeffekt kam ich auf 44:17, also 4:25/km und riss im Ziel die Hände in die Höhe und war einfach nur überglücklich :)

Bis auf die letzten 2 Kilometer war der Lauf ein perfekter Lauf. Ich hatte noch nie so viel währenddessen gegrinst und so entspannt, war ich ehrlich gesagt auch noch nie. Unterwegs habe ich sehr viele Bekannte und Freunde, teils auf der Laufstrecke, teils an der Laufstrecke, gesehen, denen ich zugejubelt habe oder die mich angefeuert haben.
Obwohl schon einige Tage vergangen sind, freue ich mich noch immer wie ein kleines Kind und kann es kaum erwarten, bis der nächste Lauf ansteht, der hoffentlich genauso erfolgreich wird :)