Die letzten 2 Wochen vorm Duathlon wurden noch einmal spannend. War die Form nun da? War es genug Training? Wird sich am Tag X alles ausgezahlt haben oder war alles zu knapp?

Hier mal Heidis letzte Gedanken vor dem Duathlon:

"Also wer denkt, dass sechs Wochen lang oder viel sind für eine Vorbereitung, der irrt. Erstens verging die Zeit wie im Fluge und zweitens hatte ich im Kopf „ich muss ja unbedingt noch Wechselzonentraining unterbringen“. Vor allem und um ehrlich zu sein, im Endeffekt sind es ja nur fünf Wochen richtiges Training. In Woche sechs passiert ja gar nicht mehr so viel.
Das Positive, abgesehen von meiner müden Woche, hatte ich keine Hänger mehr. Ich war motiviert und hatte meistens ;-) Lust auf die Einheiten. Es gab da nur so einen Lauf…den hat mir mein Freund auch auf meiner Uhr programmiert und weil ich ein wenig herumgejammert hab, ihn kurzerhand „mir gefällt der Lauf heute nicht“ getauft. Im Endeffekt lief es ganz gut, war kein Zuckerschlecken, dafür ist man danach aber umso zufriedener. Es wurden 12km, in 01h06min und die Zeiten der GA3 Intervalle konnten sich sehen lassen.
Mit dem Koppeltraining habe ich mich auch immer mehr angefreundet. Es hat sogar richtig begonnen (abgesehen vom Anlaufen) Spaß zu machen. Ich habe weiter festgestellt, dass ich nur in Salzburg Radfahren muss um meinen Puls hochzubekommen…da geht das automatisch .
Mein RunningIndex ist nach oben marschiert und hat die 60iger Grenze geknackt (der Höchste lag bei 66). Das war eine tolle Motivation für mich.
Es gab noch eine Trainingseinheit mit Sabine, Koppeltraining, danach haben wir den Wechsel geübt und ich habe noch einige gute Tipps von ihr bekommen. Danach und auch wegen dem regelmäßigen
Feedback von Sabine fühlte ich mich gut vorbereitet und fit für den Wettkampf. Ich war also bereit für meinen ersten Duathlon!"

Dann war es endlich so weit am 10. Juli. Ich (Sabine) hatte am Tag zuvor beim Mostiman am Wallsee einen Sprint Duathlon, der mir eines abverlangte. Es war bis auf das Schwimmen ein tolles Rennen, bei dem ich sogar die beste Laufzeit bei den Frauen erzielt hatte :) Insgesamt wurde ich 6. Frau und 1. in meiner Klasse.
Umso mehr hatte ich eigentlich ein wenig Angst vor dem Duathlon, weil ich wusste, dass meine Beine rebellieren werden. Aus dem Grund schlief ich extra mit Kompressionsstutzen, jedoch wäre ein kompletter Kompressionsanzug besser gewesen.
In der Früh wachte ich auf und war seltsamerweise fit und freute mich richtig... Aber zuerst zu Heidis Bericht:


Hitze, Aufregung und schlussendlich einfach Spaß


Nun war es so weit … der Tag X. Es ging um kurz nach 06.30 Uhr aus den Federn und ich kann nur bestätigen was man so sagt, nämlich die Nacht vorm Wettkampf ist tatsächlich so ziemlich egal. Ich hatte nicht wirklich viel Schlaf abbekommen und trotzdem fühlte ich mich fit und frisch. Meine altbewährte Wettkampfverpflegung wurde im Auto verputzt, selbstgebackener Striezel von der Oma. Jeder hat so seine Rituale und das ist nun zu meinem geworden. Bei der Ankunft in Leobersdorf und dem Anblick meiner ersten Konkurrentinnen stieg meine Aufregung exponentiell. Triathletinnen, Einteiler, Zeitfahrräder, coole sportliche Outfits, trainierte Frauen…einer meiner ersten Gedanken: „Puh, ich möchte wieder nach Hause und ins Bett!“. Hinzu kam, dass sich aus dem anfangs leicht bewölkten Wetter (was ein Traum gewesen wäre) die Sonne durchkämpfte und es sich ankündigte,
dass es einfach richtig heiß werden würde. Nun sind ja die Hitze und ich gar keine guten Freunde und normalerweise habe ich beim Laufen ab gewissen Temperaturen immer stark zu kämpfen. Die Wechselzone habe ich mit Sabine eingerichtet. Gedanklich ließ ich mir alles noch einmal durch den Kopf gehen. Nicht zu schnell starten und übertreiben, es folgt ja die Radstrecke, da einfach versuchen
mein Bestes zu geben und dann beim Lauf drauf raushauen was geht. Plus nicht zu viel nachdenken, einfach machen. Mein simpler Plan. Die Anspannung stieg und ich konnte den Startschuss gar nicht mehr erwarten. Ich wollte einfach, dass es losgeht. Sabine lief vor mir. Einige Zeit hatte ich sie noch im Blick, aber dann habe ich mich auf mich konzentriert und meinen Puls. Anfangs zogen gleich mal drei Läuferinnen vorbei. Ärgerlich und nervig. Da ich aber zumindest in dem Bereich Erfahrung hatte, ließ ich mich gar nicht dazu hinreißen mit ihnen mitzuhalten. Das ist gar nicht so einfach, aber die weiteren Kilometer gaben mir Recht. Ich fühlte mich einfach nur gut, hatte Spaß und ich holte im Endeffekt auch alle wieder ein bzw. konnte diese überholen.
Kurz vor der Wechselzone, ging ich im Kopf meinen Ablauf durch. Schuhe aus, nicht wegkicken, denn ich brauch sie ja noch mal, Radschuhe an, Helm auf und zu, Rad schnappen, Nummer nach hinten und weiter, ach ja und nicht vergessen erst nach der Linie aufzusteigen. Für mein Gefühl ging der Wechsel auch ganz flüssig und gut.
Nun aber auf zur Radstrecke. Die erste Runde strampelte ich dahin. Fürs Rad fehlt mir einfach noch die Routine und die Power. Sabine war natürlich deutlich vor mir und ich rief ihr zu als wir uns
begegneten. Nach nicht mal der Hälfte kam mir der Gedanke „Mist, das Ganze darf ich ja noch einmal fahren.“ Und natürlich herrschte Gegenwind und so bretteleben wie ich vermutet hatte, war es in die eine Richtung gar nicht. Zwischendurch hatte ich Passagen, wo ich mich wie eine Rennradfahrerin fühlte. Toll war die Stimmung bei der ersten Einfahrt in den Bereich der
Wechselzone. Es wurde geklatscht und zugerufen. Das pusht und motiviert. Bei der zweiten Runde wurde ich leider von etlichen guten Fahrerinnen überholt. Ein wenig frustrierend. Damit hatte ich aber gerechnet und ließ mich davon nicht völlig entmutigen. Die zweiten 14,5 km vergingen doch schneller als gedacht und schon fand ich mich vor der Wechselzone wieder. All meine Sorgen wie absteigen, finde ich meinen Platz und wird es am Rad Probleme geben, waren völlig unbegründet. Auch der Wechsel zurück klappte einwandfrei und es ging weiter. Die ersten Schritte und das Kopfsteinpflaster waren Hammer…meine Beine hatten ein Eigenleben, dieses Gefühl kann man nur schwer beschreiben, aber da wären wir wieder bei meinem Plan „nicht nachdenken“ und schneller als gedacht fühlte sich das Laufen wieder wie laufen an. Und das Wichtigste, aber auch überraschend, es machte Spaß, richtig Spaß. So ging ich auf Aufholjagd und das motivierte. Ich lief für mich gefühlt leicht an über zehn Frauen wieder vorbei. Einige erkannte ich von der Radstrecke wieder und freute mich, dass ich so wieder Zeit gut machen konnte. Die Hitze bereitete mir auch keine Probleme. Unterwegs waren immer wieder vereinzelt Zuschauer, die klatschten und anfeuerten. Auch mein Freund und der Freund von Sabine haben kräftig zugerufen. Und schon waren die 5km um und ich hatte das Ziel vor mir.
Im Ziel…nach 02h03min23sec... Richtig schön war, dass mein Freund mich direkt nach der Ziellinie erwartet hat. Ich wurde 10. in meiner Altersklasse und 14. gesamt. Ich denke, eine ganz passable
Leistung.
Meine Radzeit ist ausbaufähig und ich glaube, dass ich beim Laufen noch mehr powern hätte können.
Alles in allem war es aber für mich ein guter Einstieg in die Welt des Duathlon und ich bin zufrieden mit meinem Ergebnis. Ein großes Dankeschön an Sabine für den Gewinn und die Möglichkeit meinen ersten Duathlon zu absolvieren, für die Pläne, den Nachrichtenaustausch, die gemeinsame Ausfahrt und das Wechselzonentraining!!!

DANKE an meinen Schatz für die Unterstützung, die Motivation, das Anspornen, das gemeinsame Trainieren (vor allem der Intervalle und den für mich härteren Radausfahrten), für die Schnellbinder, für die vorbereitete Radverpflegung, fürs Chauffieren und Anfeuern und fürs Warten bei der Ziellinie!!! Du hast mich bestärkt und dafür gesorgt, dass ich mich getraut habe, mich für dieses Event bei Sabine zu bewerben.

Was bleibt. Meine Angst vorm Rad wird weniger und weniger, wundgescheuerte Achseln (aber das vergeht), meine Laufform ist wieder zurück (juhuu) und zu meinem Motto „no matter what…run“, werde ich ein „and bike“ hinzufügen. Das Training geht jedenfalls weiter. Ich habe schon ein neues Projekt in Planung. Ansonsten nächstes Jahr auf alle Fälle wieder und dann mit einer Zeit von unter zwei Stunden :)

Sabines Sicht des Duathlons


Als ich in Leobersdorf ankam, war ich sehr überrascht, dass die Wechselzone mitten in der Stadt am Rathausplatz aufgebaut war. Das gab dem Ganzen ein sehr außergewöhnliches Flair. Die Startnummernabholung funktionierte super, das Startsackerl war prall gefühlt und alles klappte wie am Schnürchen. Ich traf dann auch gleich Heidi, die schon etwas aufgeregt war und wir sahen uns gemeinsam noch mal die Wechselzone an. Ich hatte einen sehr guten Platz, den ich schnell finden konnte. Beim "Einrichten" ließ sich sofort wieder meine Triathlonerfahrung spürbar machen und ich fing an die Laufschuhe hinzustellen und die Startnummer hinzuhängen, bis ich draufkam, dass ich die Schuhe ja schon anziehen musste, genauso wie die Startnummer, denn es wurde ja nicht mit Schwimmen sondern mit dem Laufen gestartet. Aber ja. Gewohnheit und so.
Als es dann losging, kam ich drauf, dass ich mich vor lauter Gequatsche vergessen hatte einzulaufen. Aber ja, jetzt war es zu spät, also los ging es.
Die Strecke war eine 2,5km Runde, die beim ersten Mal 3x gelaufen werden musste. Schon nach 500m spürte ich, dass meine Beine wie Betonklötze waren und alles andere als wollten. Auch der Schotteruntergrund und das auf und ab, machte das Ganze nicht besser. So reihte ich ca. als 8. ein, versuchte mein Tempo zu halten und für mich zu laufen - alles andere war in dem Moment egal.

Ich freute mich wie noch nie auf mein Rad, ich wollte endlich weg von der Wüstenatmosphäre auf mein allerliebstes Rad. Beim Wechseln überholte ich gleich 2 Damen und stieg ohne Probleme auf das Rad. Nach 3 Minuten wollte ich nur runter vom Rad. ES GING EINFACH NICHTS. Zuerst. Ich trat rein und es kam nichts dabei raus. 28kmh war das höchste aller Gefühle und ich spürte Muskeln an den hinteren und seitlichen Oberschenkeln, die ich vorher noch nie gespürt hatte. "Das mach ich nie wieder!" war der Satz, der mir während den ersten 7 KM andauernd durch den Kopf gingen. Damit meinte ich natürlich an einem Wochenende einen Triathlon und einen Duathlon. Nach der Wende spürte ich, warum nicht mehr als 28kmh gingen, weil wir Frontalwind hatten. Plötzlich stand da auch 37kmh am Tacho und alles ging ohne Probleme. Schon sah ich die ersten bekannten Gesichter und freute mich irrsinnig wie lieb mich alle anfeuerten - sicher eins meiner schönsten Erlebnisse. Zwei Personen holte ich in der ersten Runde am Rad, bevor mich zwei mit Zeitfahrrad in der zweiten Runde holten. In der zweiten Runde war ich nur damit beschäftigt mit einem Gelchip, der in der Sonne zerronnen war. Anstatt im Mund ist er überall geklebt, vor allem am Aufleger und ich hab dauernd versucht das zu putzen, weil es mich wahnsinnig gemacht hatte überall festzukleben. Und dann war auch schon das Radfahren beinahe zu Ende. Kurz vorm Absteigen stand ein Mann mit einem Rad quer über die Straße und ich musste einen riesen Bogen machen und landete auf der anderen Fahrbahn, wo zum Glück gerade niemand entgegen kam. Mir wurde noch zugerufen, dass ich 5. war.
In der Wechselzone klappte alles super, doch beim Rauslaufen standen im Laufkanal 2 Frauen, die getratscht haben. Das Problem war, dass der All Women Bewerb, der vor uns gestartet war, die Auscheckzeiten genau da gehabt hatten, als wir in Aktion waren. Und der Bewerb hatte genau da die Räder stehen, wo wir rauslaufen mussten. Nach mehrmaligem ACHTUNG schreien, passierte leider nichts, sie waren zu vertieft. Also blieb mir nichts anderes übrig als mich durchzuboxen, was mich aber so ausbremste, dass ich gleich überholt wurde. "Egal, heute gilt keine Platzierung, sondern das beste aus der Situation zu machen" dachte ich mir. Und beim Laufen war alles noch viel schlimmer als vorm Radfahren, obwohl ich gehofft hatte, dass es besser werden würde. Wegen Aufwärmen und so. So lief ich und lief ich und freute mich jedes Mal, wenn ich an meinem und Heidis Freund vorbeikam, sodass ich sogar ein Sprungfoto machte, auch wenn es für meine Kräfte sicher nicht das beste war ;) Eine Person überholte mich noch und ich überholte auch eine Läuferin. So kam ich als 6. Frau ins Ziel mit einer Zeit von 1:55:58 ins Ziel und wurde 4. in meiner Klasse.
Ich hatte mit viel gerechnet, aber weder mit einer Zeit unter 2 Stunden, noch mit der Platzierung nach dem Triathlon am Samstag.
Ich wartete im Ziel gespannt auf Heidi, die kurz nach mir erleichtert im Ziel angekommen war. Sie hatte es ohne Probleme geschafft und ich bekam eine Gänsehaut, so stolz war ich auf sie. Wenn sie etwas war, dann auf jeden Fall sehr ehrgeizig und sie hatte sich jedes Wort von mir zu Herzen genommen und alles umgesetzt, was ich ihr in den letzten Wochen mitgeteilt hatte. Der Bewerb war alles andere als leicht und die Hitze mit der prallen Sonne machten das Ganze absolut nicht besser. Aber sie hatte gekämpft und alles gegeben. Und das rechne ich ihr hoch an! Ich freue mich sehr, dass wir uns kennengelernt haben und uns die letzten 6 Wochen sehr viel ausgetauscht haben. Vor allem sind wir uns in vielen Dingen sehr ähnlich - vom gleichen Schuhgeschmack bis zum gleichen Rad, dem Ehrgeiz und die Leidenschaft zum Laufen. DANKE HEIDI, dass du das so mit mir durchgezogen hast!!! :) Ich hoffe, das war nicht der letzte gemeinsame Bewerb!


Hier geht's zu den Ergebnissen: http://www.maxfunsports.com/event/2016/womens-duathlon-leobersdorf

Ein halbes Jahr habe ich sie nun auf Herz und Nieren getestet, die TomTom Runner 2 Cardio Music, die im Dezember als Nachfolger der TomTom Runner und Multisport Cardio auf dem Markt kam.

Design: Auf den ersten Blick erkennt man die ersten Unterschiede: das neue Modell ist viel schlanker und schmäler als der Vorgänger. Auch die Passform ist viel besser und vor allem angenehmer. Während ich das alte Modell nur beim Sport getragen habe, kann ich das neue Tag und Nacht tragen, ohne dass ich es spüre. Auch das Display ist viel größer (22x25mm) und schärfer und das Gewicht mit 50g minimal.


Puls: Auch bei diesem Modell wird der Puls mittels Handgelenkssensor gemessen. Die Messung funktioniert relativ gut, wobei sie sich zu Beginn erst einpendeln muss. Dass der Puls noch nicht ganz korrekt ist, erkennt man an der „durchsichtigen Darstellung“ – erst wenn die Zahlen ausgefüllt sind, weiß man, dass die Messung korrekt ist und nicht noch gerade am suchen ist. Auch hier muss die Uhr eher fest, hinter dem Handgelenksknochen sitzen. Ich hatte beim Testen immer eine Polar mit Brustgurt um und der Durchschnittspuls war fast immer ident. Während dem Training haben sich die Werte um 2-3 Schläge unterschieden, was aber im Endeffekt wieder auf das Gleiche rauskam. Nur wenn die Hand eingefroren ist oder es extrem heiß war und sich Schweiß unter der Uhr gebildet hat (kam selten vor), dann war der Puls nicht ganz richtig. Aber klar – wenn die Hand einfriert, fließt das Blut, das gemessen wird langsamer und wenn sich Schweiß bildet, reflektiert die Flüssigkeit und die Lichbildkamera fängt falsche Werte ein. Im Grunde sind das aber Ausnahmen, die selten vorkommen. Wer sich aber 100% sicher sein möchte, kann sich auch einen Bluetooth Brustgurt dazu kaufen – dann ist er auf der sicheren Seite (würde ich aber nicht machen).


GPS: Das GPS ist 8 von 10 Mal innerhalb von Sekunden da, aber bei einem Navigations-Experten wie TomTom kann man auch nichts anderes erwarten. Die Messung funktionierte immer einwandfrei und auch die aktuelle Pace funktioniert im Gegensatz zu Konkurrenzprodukten fast immer gut (außer zwischen Hochhäusern oder im Wald), ansonsten kann man auch die durchschnittliche Pace verwenden, die funktioniert TOP!

Musik: Eine absolute Neuerung bei TomTom ist der eingebaute MP3 Player, der für Musikhörer (nicht nur beim Sporteln) extrem praktisch ist. Man braucht nur kabellose Bluetooth Kopfhörer und eine Playlist, die mittels Programm hochgeladen wird und schon geht das Musikvergnügen ohne lästigen Kabeln und Zusatzgeräten los. Während es zu Beginn noch geruckelt hat, vor allem, wenn man mit der Uhr weiter weg von den Kopfhörern kam, wurde es mit einem neuen Update verbessert. Ich bin aber draufgekommen, dass es von den Bluetooth Kopfhörern abhängt, ob es problemlos funktioniert oder ab und zu ein wenig ruckelt. Leider kann man Lieder während einer Einheit nicht weiterschalten, was mich aber nicht unbedingt gestört hat. Was adidas ja schon versucht hatte, wurde hier auf jeden Fall besser gemacht. Der Akku ist nicht gleich nach einer 2 Stunden Einheit leer, sondern hält schon einiges aus. Auch ca. 500 Songs (MP3 oder AAC) passen ohne Probleme auf die Uhr (3 GB).



Schrittzähler/Tracking: Eine weitere Neuerung ist der eingebaute Schrittzähler, der alle zurückgelegten Schritte pro Tag und pro Woche mitzählt. Des Weiteren misst er dadurch die Kalorien, die zurückgelegte Strecke (mittels den Schritten) und die Aktivitäts- und Schlafdauer. Mit einem Update im Jänner wurde ein 24/7 Aktivitätstracking eingeführt. Wenn man diese Funktion eingeschalten hat, misst die Uhr alle 10 Minuten den aktuellen Puls und kann somit eine Kurve über den ganzen Tag und in der Nacht erstellen. Ich fand es sehr interessant, wie weit der Puls in der Nacht runterging und wie unruhig ich zum Teil nach größeren Ereignissen schlief. Eine interessante Spielerei auf jeden Fall.


Akkulaufzeit: Die Akkulaufzeit wurde zum Vorgängermodell verbessert. Ich kam meist eine Woche ohne aufladen mit dem Akku aus (ca. 8-11 Stunden Training mit Pulsmessung und GPS). Mit Musik, Puls und GPS auf ca. 5 Stunden, was ich wirklich erstaunlich fand.
Sportarten: Beim Vorgänger konnte man sich zwischen der Lauf- und der Multisportuhr wählen. Bei dem neuen Modell sind alle Sportarten in der Runner 2 inbegriffen. Man kann zwischen Schwimmen (bis 40m wasserdicht), Radfahren, Indoor Radfahren, Laufen, Laufband, Freestyle, Studio und Stoppuhr wählen.



Schwimmen: Beim Schwimmen hat sich im ersten Schritt nicht viel getan. Die Pulsmessung funktioniert wegen der Wasserreflektion leider nicht (wird beim Starten sofort ausgeschaltet) und auch die Bahnen sind sehr ungenau. Jedoch kam vor ca. 2 Monaten ein Software Update raus, das die Messung nun viel genauer macht. Im Grunde funktioniert es jetzt super (+/- 10m), wenn man „normal“ schwimmt, also keine Technikübungen, vor allem einarmige, macht. Leider gibt es keine eigene Open Water Funktion, aber hier habe ich einfach die Freestyle Funktion verwendet. Und was mich leider sehr stört, ist die fehlende Rundenfunktion, weil ich kaum eine gewisse Distanz oder Zeit durchschwimme, sondern fast immer ein Programm abarbeite, bei dem eine Rundenfunktion wichtig wäre, um z.B. Pausen zu messen.


Radfahren/Indoor Radfahren: Beim Radfahren kann man die Uhr entweder auf der Hand tragen oder mittels Radhalterung am Rad befestigen – entweder verzichtet man so auf den Puls oder man schnallt sich einen Brustgurt um. Mittels GPS zeigt die Uhr Distanz und Geschwindigkeit an. Mit einem Bluetooth Kadenz- und Geschwindigkeitssensor kann man so auch noch die Umdrehungen und beim Indoor Radfahren die Geschwindigkeit und die zurückgelegte Distanz erfassen.
Laufen/Indoor Laufen: Beim Laufen sind die Funktionen Uhr, Dauer, Distanz, Tempo, durchschnittliches Tempo, Geschwindigkeit, durchschnittliche Geschwindigkeit, Kalorien, Puls und Pulsbereich auswählbar. Indoor sind dieselben Funktionen möglich, jedoch wird die Geschwindigkeit und das Tempo mittels Schrittsensor, der in der Uhr eingebaut ist gemessen. Wenn man auf den Laufband war, fragt die Uhr nach der Einheit, ob die Distanz angepasst werden soll – so wird sie besser kalibriert.

Studio: Die Studio Funktion ist vor allem für’s Fitnesscenter geeignet, da sie das GPS automatisch ausschaltet und die Dauer, Kalorien und Puls misst.

Freestyle: Diese Funktion ist für alle anderen Outdoor Sportarten vorgesehen. Ich habe damit eine Skitour gemacht, war Snowboarden oder eben Open Water Schwimmen.

Duathlon/Triathlon: Natürlich kann man alle Sportarten, die man für das Training eines Duathlons oder Triathlons benötigt, ausführen. Leider kann man aber (noch immer) kein Multisport Training aufzeichnen - also zwischen Schwimmen, Radfahren und Laufen switchen. Um einen Triathlon aufzuzeichnen, müsste man die jeweilige Sportart starten und wieder beenden und die nächste starten, usw. Oder man verwendet wie ich es meist gemacht habe, den Freestylemodus und zeichnet alles auf einmal auf – nur stimmt der Puls beim Schwimmen nicht, weil die Reflektion des Wassers die Messung unbrauchbar macht.

Plattform/App: Man kann Aktivitäten entweder per Bluetooth mittels App auf die Plattform hochladen oder die Uhr direkt am Computer anstecken, wo sie auch gleichzeitig aufgeladen wird. Die Plattform, wie auch die App sind sehr einfach gestrickt - man findet sich schnell zurecht und sie bietet alle Ansichten und Informationen die man braucht.

Updates: Seit der Markteinführung sind einige Updates für die Uhr veröffentlich worden. Diese werden automatisch installiert, wenn man die Uhr am Computer ansteckt, um Einheiten hochzuladen. Die Updates sind da um Fehler zu beheben, neue Features zu installieren oder Leistungen zu verbessern. Demnächst soll es auch möglich sein, Smart Notifications vom Handy auf der Uhr zu erhalten.

Ausführungen: Die Uhr gibt es übrigens übrigens in 4 verschiedenen Ausführungen:
- TomTom Runner 2 (ohne Handgelenksmessung) um 129€.
- TomTom Runner 2 Cardio (mit eingebauter Handgelenksmessung) um 199€
- TomTom Runner 2 Music (ohne Handgelenksmessung, mit eingebautem MP3 Player) um 199€
- TomTom Runner 2 Cardio+Music (mit Handgelenksmessung und MP3 Player) um 249€

Fazit

Die neue TomTom Runner 2 Cardio+Music ist ein wahres und vor allem schlankes Allroundtalent. Vor allem für Läufer,  die nicht gern wie ein Christbaum behängt sind, bietet die Uhr genau die richtigen Features; durch die Handgelenksmessung fällt der Brustgurt weg, ein zusätzliches Gerät zum Musikhören wird nicht mehr benötigt wegen dem eingebauten MP3 Player und Kabeln von den Kopfhörern stören auch nicht mehr. Mit der Uhr können alle gängigen Sportarten mitgetrackt werden und das GPS ist sehr genau und vor allem schnell bereit. Die Handgelenksmessung funktioniert zu geschätzt 95% - wer es ganz genau will, der kann auch einen Bluetooth Brustgurt für "wichtigere" Einheiten verwenden. 
Im Training sowie im Wettkampf war sie stets ein treuer und verlässlicher Partner - mir würde jetzt auch kein Punkt einfallen, der mich jetzt richtig gestört oder mir enorm gefehlt hätte.
Was ich aber auf jeden Fall noch erwähnen möchte, ist das Preis-Leistungsverhältnis - keine andere Marke am Markt kann da derzeit mithalten. Aus dem Grund kann ich die Uhr nur empfehlen und hoffe noch immer, dass es irgendwann ein Update mit einer Triathlonfunktion rauskommen wird ;)

Homepage: https://www.tomtom.com/de_at/sports/running-watches/


Wie die Zeit vergeht! Kaum haben wir mit dem Training für den Women's Duathlon begonnen, ist auch schon die Vorbereitungszeit fast schon wieder vorbei.. Aber nach Woche 2 und 3 sind schon die ersten großen Fortschritte erkennbar.

Gedanken und Kommentare zu Woche 2:


Heidi: Woche 2 meines Trainings startete gleich mal mit einem Ruhetag. Unvernünftig wie ich bin, war ich anfangs gar nicht so begeistert. Vor allem glaubte ich noch am Sonntag, dass ich Bäume ausreißen kann. Wie sich dann jedoch herausstellte war der Ruhetag nicht verkehrt. Wer seine Beine auch beim Stufen steigen spürt, sollte sich vielleicht doch Ruhe gönnen. Ich hab also nur kurz und leichte Kräftigungsübungen gemacht.
Der Dienstag hielt dann eine Radeinheit für mich bereit mit hoher TF. Was bitte ist eine TF von 90-100?! Da hab ich als Läuferin Null Plan. "Also einfach haxeln was das Zeug hält"...*O-Ton, mein Freund*. Ah ja okay, genau... Aber wozu hab ich denn einen sportlichen, lieben Partner, der meiner Meinung nach top am Rad ist und bestens ausgestattet. So hat er mich tatsächlich begleitet (nein, er ist zum Glück nicht vor Langeweile gestorben) und hat mir anhand seiner Bewegung gezeigt wie schnell/viel ich treten muss. Die Einheit verging für mich wie im Flug, einfach auch, weil alles neu war. 
Mittwoch ging´s gut und easy weiter. 60min Lauf in die Arbeit mit GA1…für mich irgendwie Routine. Nach dem Motto, das läuft einfach :-). Schön für mich zu beobachten wie mein Puls/Pace Verhältnis besser wird und sich mein RunningIndex nach oben bewegt (er nähert sich wieder der 60iger Marke). Was für mich jedoch noch wichtiger ist, dass mein gutes Laufgefühl wieder zurückkehrt.
Der Lauf am Donnerstag hat auch Spaß gemacht und ging locker dahin und ich konnte auch dieses Training mit meinem sonst sowieso stattfindenden morgendlichen Lauf in die Arbeit verbinden.
Dann näherte sich das Wochenende und ich war am planen, wann ich wie und wo meine weiteren Einheiten unterbringen kann. Es stand nämlich eine Fahrt zu meiner Familie an und vor Samstagabend sollte ich nicht in Wien sein. Also wollte ich meine Radausfahrt am Freitag schnell noch vor meinem Aufbruch in Wien absolvieren. Das Wetter war gleich in der Früh eher kühl und bewölkt. Nun ist mir die Witterung beim Laufen relativ bis völlig egal, beim Radfahren zählte ich bis dato jedoch zu den Schönwetter-, SonnenscheinRadlern. Hilft nix, Armlinge an und los. Anfangs fand ich es frisch, im Endeffekt trug ich aber die Armlinge nicht lange. Die erste Hälfte der Ausfahrt verlief richtig gut, nichts los, die Donauinsel gehörte quasi mir allein, dann jedoch bei der Rückfahrt hatte ich einen kleinen Disput mit meinen Klickpedalen. Ich bin zwar in manchen Situationen immer noch leicht unsicher, aber Sturz hatte ich schon lange keinen mehr. Umso ärgerlicher war mein Missgeschick. Kurz unaufmerksam, falsch abgebogen, es ging bergab und in eine Sackgasse, bremsen klappte, aber warum auch immer kippte ich um und kam nicht aus den Klicks. Passiert ist zum Glück nichts, abgesehen vom angekratzten Ego und ein wenig zornig sein auf mich selbst. Im Endeffekt Radhelm gerichtet und erhobenen Hauptes heimgeradelt.
Samstag standen wieder Intervalle am Plan. Ich wusste ich würd erst am Abend wieder in Wien sein. Dazu gibt's zu sagen, dass ich mit morgendlichem Training überhaupt kein Problem habe, zu späterer Stunde wird der Schweinehund aber immer größer und fetter und lauter. Umso mehr, auch wenn ich die gesamte Autofahrt nach Wien mit mir gerungen hab, war ich zufrieden, dass ich den Lauf durchzog. Bei den kurzen Intervallen brachte ich zwar den Puls nicht in den SB und da mangelt es mir auch an Koordination, aber ich war noch nie die Sprinterin...und ich trainiere ja um besser zu werden.
Sonntag sollte ich nun endlich Sabine kennenlernen. Ich war gespannt und ich freute mich auf unser erstes gemeinsames Training. Ein wenig nervös war ich auch und unsicher wegen meinem Sturz vom Freitag, aber kneifen kam gar nicht in Frage. Leider hatte keine der anderen Mädels Zeit und so waren außer Sabine und mir noch drei Jungs mit von der Partie. Alles Triathleten. Naja ich dachte sie wissen schon worauf sie sich einlassen. Es wurde eine lustige und unterhaltsame Radausfahrt mit anschließendem Koppeltraining. Die besagten Jungs zogen mir natürlich davon :-), wer hätte denn damit gerechnet?! Ich gestehe, vor allem da die Radausfahrt mir angenehm erschien, hat mich die Umstellung aufs Laufen doch wieder eiskalt, quasi mit der Faust ohne Deckung mitten ins Gesicht, erwischt. Mein erster Gedanke war: „So ein Sch…, ich mache doch keinen Duathlon.“ Die Zähne wurden aber zusammengebissen und den Jungs konnte ich ohnehin nur irgendwie hinterher hecheln. Danke an Sabine und die Begleiter für die Einheit!
Ich  freu mich jedenfalls schon auf den kommenden Plan und was da so auf mich zukommen wird...  

Am Ende der Woche stellten sich mir sonst nur noch zwei Fragen: 

1) Was ziehe ich beim Wettkampf an? (Ich gestehe, ich bin in der Hinsicht doch ein bisschen ein Mädchen :-)
2) Wie bändige ich meine Haare, damit sie mich nicht stören und nicht komplett blöd aussehen?

Sabine: Da ich am Samstag den Triathlon in Neufeld hatte, war meine Woche eher ruhig und erholend, damit ich am Samstag das Beste aus mir rausholen konnte, was mir auch gelang :)
Umso mehr freute ich mich auf den Sonntag, an dem ich endlich Heidi persönlich kennen lernen konnte. Wir verstanden uns sofort, weil wir ja doch dieselben Interessen hatten und plauderten so über Gott und die Welt und Unterwäsche unter Lauf- und Radbekleidung oder nicht, während einer 3 Stunden Ausfahrt, die für mich Ausrollen nach dem Wettkampf war, nach Greifenstein und wieder retour. Wir setzten noch ein Koppeltraining auf der Donauinsel drauf, bei der ich auf die Räder aufpasste, während die anderen brav liefen ;)

Um die Fragen von Heidi zu beantworten:
1. Entweder einen Trisuit oder eine Kombination aus enger Laufhose und engem Shirt, damit beim Radeln nichts flattert.
2. Am besten einen Zopf, der aber tief sitzen muss, wegen dem Helm oder die Haare einflechten.


Woche 3 - die "endlos müde Woche"


Heidi:
 Ich hab montags wieder mit einem Ruhetag gestartet. An sich nicht schlecht für mich (erstens hatte ich einen 24h Dienst und zweitens war ich auch da schon ziemlich erledigt). Als Erklärung für mich nahm ich das warme, schwüle Wetter...

Dienstag stand laufen auf dem Plan. Mein  Terrain, auf dem ich mich sicherer fühle. Ich war insgesamt 15km und bin 4x2000er gelaufen mit Trabpause dazwischen. Ein wenig fehlt mir noch der Biss und das kleine Stück mich selbst richtig zu quälen, wenn ich allein Intervalle laufe. Dennoch war ich rückblickend ganz zufrieden. Die Müdigkeit verfolgte mich übrigens da schon intensiv.

Mittwoch radeln...okay, bis zu 120min mit hoher TF (die bleibt mir wohl :-). Wegen meiner Arbeit und dem Wetter hab ich den Mittwoch mit Donnerstag vertauscht bzw. bin dummerweise lockere 6km in die Arbeit gelaufen. Das Müdesein blieb.
Dummerweise, weil ich im Nachhinein feststellen sollte, dass so ein Plan schon seinen Sinn hat und man sich dran halten soll. Und mehr ist nicht gleich immer besser.

Donnerstag hab ich dann die Radeinheit nachgeholt.Der Wettergott war mir auch da nicht gnädig. Es war so so unglaublich windig. Phasenweise dachte ich, dass ich am Rad stehe oder es mich gleich runterfegt.

Freitag stand ein Lauf an. Denn konnte ich wieder gut integrieren. Hab die Pulsbereiche erreicht und alles geschafft zu laufen, nur fehlte mir ein wenig die Energie.

Freitags hatte ich dann wieder einen 24h Dienst und dementsprechend fertig war ich beim geplanten Lauf am Samstag, aber nach meinem Motto "no matter what - run" durchgebissen.
Nicht rühmlich ging's weiter, denn das Training am Sonntag hab ich quasi sausen lassen.

Als mein Freund mir meinen Lauf für Woche 4 am Montag programmiert hat, hat er einen Blick auf meine ausgewerteten Daten geworfen und hatte die Antwort auf meine Müdigkeit und die fehlende Energie. Ich habe ohne es wirklich zu merken in Woche 2 etwas übertrieben... Ich kam auf über 14 Stunden Sport. Keine Ahnung wie das passieren konnte ;-)?!

Fazit: Pläne sind da um eingehalten zu werden.
Es ist noch keine Duathletin vom Himmel gefallen.
Und die große Frage werden mein Rennrad und ich noch richtig gute Freunde ?!

Also Woche 3 einfach abhaken, auch wenn sie zäh war und mühsam und nicht ganz so erfolgreich.
Jedenfalls bin ich nun wieder motiviert und guter Dinge für die nächsten Einheiten.


Sabine: In der Woche 3 konnte wieder ein bisschen mehr trainiert werden, weil kein Triathlon am Wochenende anstand. Zwar hatte ich am Sonntag einen 5km Lauf in Baden, aber der war mehr die Kirsche auf der Sahnetorte. In der Woche standen insgesamt 4 Stunden lockeres radeln am Programm, was mir sehr entgegen kam, denn auch meine Energie war nicht gerade herausragend. Durch das warme Wetter war mir auch oft schwindlig, weil ich einen zu niedrigen Blutdruck habe. Wenn ich etwas am Rad brauche, dann ist es Sicherheit und diese bekomme ich nur, wenn ich viel radle. Leider haben wir diese Woche keine gemeinsame Ausfahrt geschafft, weil ich zu viel in der Arbeit zu tun hatte, aber ich hoffe, es geht sich nächste Woche noch aus :)

Um Heidis Frage zu beantworten: Ja, das werdet ihr noch. Wie es auch bei richtigen Freundschaften ist: Gut Ding braucht Weile und vor allem viel Vertrauen und das kann nicht von einem Tag auf den anderen aufgebaut werden ;)

Wer sich noch für den Women's Duathlon anmelden möchte, der sollte das bald erledigen. Die Anmeldung ist nur mehr bis 3. Juli offen, danach ist keine Online Anmeldung mehr möglich.
Websitehttp://www.womens-duathlon.at/






In 26 Tagen hat mich Obertrum wieder und natürlich viele andere Athleten auch. Vom 15. bis 17. Juli findet das Triathlonfestival in Obertrum am See (Salzburg) statt - ein Event auf das ich mich jedes Jahr wieder erneut freue.


Triathlonfestival deshalb, weil von Freitag bis Sonntag unzählige Bewerbe stattfinden. Von Seecrossing und einem Ladies Run am Freitag, Funtriathlon, Kids Triathlon und Sprintdistanz am Samstag bis olympische und Mitteldistanz am Sonntag ist beim Trumer Triathlon alles zu finden. Neben den verschiedenen Bewerben gibt es auch noch unzählige Wertungen für verschiedene Bewerbsteilnahmen.


Hier geht's zu den Bewerben und Wertungen: http://www.trumer-triathlon.at/de/bewerbe.html


In den letzten Jahren habe ich 2x beim Funtriathlon (250m/12,5km/2,5km) und einmal beim Ladies Run (4,2km) mitgemacht und war von der Organisation schlichtweg begeistert. Das Rahmenprogramm ist unterhaltsam, die Startsackerln prall gefüllt und die Strecken sehr sicher und abwechslungsreich. Vor allem kann man bei kaum einen anderen Triathlon die Landschaft so sehr genießen.


Bei allen Triathlonbewerben ist die Radstrecke sicher die anspruchsvollste Teildisziplin, weil es mindestens 225 Höhenmeter (Fun) bis knappe 1000 Höhenmeter (Mitteldistanz) zu absolvieren gilt. Dafür ist die Strecke wirklich wunderschön und man darf sich auch nicht wundern, wenn da plötzlich mitten auf der Strecke Kühe stehen ;) Gefahren wird bis Mödlham, zum Haunsberg, nach Seeham und um den Obertrumer See, in dem davor schon geschwommen wurde. Gelaufen werden bis zu 4 Runden (Mitteldistanz) im Ort Obertrum selbst.


Ich bin auf jeden Fall bei der Sprintdistanz dabei und evtl. auch beim Seecrossing oder beim Ladies Run. Vor der Radstrecke habe ich schon jetzt großen Respekt, weil doch über 25km mit 450 Höhenmeter anstehen. Und da ich nicht gerne alleine an den Start gehe, verlose ich gemeinsam mit dem Trumer Triathlon noch 2 Startplätze für die Sprintdistanz am 16. Juli.




Um teilnehmen zu können, müsst ihr Fan von meiner Seite sein, den Beitrag liken und teilen (optional) und als Kommentar beantworten, warum ihr gerne dabei sein möchtet. Teilnahmeschluss ist der 30. Juni 2016. Ich freue mich auf eure Kommentare :)


Hier geht's zur Veranstaltung: http://www.trumer-triathlon.at/


Kaum hat die Triathlon Saison begonnen, ist auch schon wieder das erste Monat vorbei. Die Zeit vergeht im Moment einfach viel zu schnell. Und weil sie so schnell vergeht, erzähl ich euch gleich von allen 3 Triathlons in einem Bericht ;)

Traun Triathlon

Begonnen hat die Saison mit dem Triathlon in Traun - ein Saisonstart, der alles andere als einfach war. Aber alles der Reihe nach...
Wie jedes Jahr zu Pfingsten sind wir mit Philipps Familie in Reith beim Annaberg wandern. Jedoch hatte ich bei Erdinger Alkoholfrei einen Startplatz bekommen, weswegen wir uns am Samstag um 5 Uhr in der Früh vom Annaberg nach Traun fuhren. Wer mich kennt, weiß, dass das schon das erste Hindernis war, weil ich eine Langschläferin bin und mit früh aufstehen so meine Probleme hab. Da Philipp auch am Start war und am Steuer saß, konnte ich im Auto noch ein wenig schlafen. Dort angekommen, ging es zuerst mal zur Startnummernabholung und darauf schon zum Check-in.
Nachdem die Wassertemperatur am Tag zuvor noch 16,5 Grad hatte, war die Temperatur am Tag selbst nur mehr 15 Grad und ich bekam ein wenig Panik vor den kalten Fluten. Es wurde auch Neoprenpflicht ausgeschrieben und der aufkommende sehr starke Wind und 10 Grad Außentemperatur machte die ganze Sache nicht besser. Und wenn man den Himmel betrachtete, aber daran wollte ich gar nicht erst denken.. Dann wurde uns auch noch mitgeteilt, dass das Schwimmen aufgrund der kalten Außentemperatur nicht abgesagt wurde, weil das Wasser wärmer war. Danke, diese Info hätte ich definitiv nicht gebraucht.
Wenn man sich umblickte, merkte man auch gleich, dass da nur vollkommen Verrückte, wahrscheinlich auch, weil es ein Qualifikationsrennen für die Age Group EM in Düsseldorf 2017 war, mitmachten. Auch wenn ich oft verrückt bin, ich fühlte mich sehr fehl am Platz. Aber jetzt war ich schon da und halb im Neo, also musste ich da durch.
Ich streckte meinen großen Zeh ins Wasser und blitzartig strömte sich eine eisige Kälte durch den ganzen Körper. Und da sollte ich jetzt mit meinem Körper inklusive Kopf rein??? Leider blieb mir wirklich nichts anderes übrig und so versuchte ich mir einzureden wie schön warm es doch war. Bis zum Hals ging es erstaunlicherweise relativ gut, aber als ich den Kopf ins Wasser steckte, blieb mir das Herz kurz stehen. Es war eisigst kalt und ich konnte kaum atmen.

Nachdem wir eigentlich 10min nach den Männern starteten, es da aber einen Fehlstart gab und es sich deswegen etwas rauszögerte,starteten wir 6min nach ihnen. Der Startschuss erfolgte und es ging ab ins Wasser. Da der Kurs links herum ging, positionierte ich mich ganz rechts und eher weiter hinten und ging schön langsam ins Wasser. Ich bin einfach nicht gut im Schwimmen, weswegen ich durch einen Start in der ersten Reihe nichts gewinnen konnte, sehr wohl aber verlieren, wenn ich Tritte, Schläge und Panik bekam. So ging es also los und ich sah schon nach ca. 10 Metern ein Chipband vor mir Schwimmen. Ich nahm es und sah um mich herum und rief "Wem fehlt der Chip?" Niemand meldete sich und plötzlich sah ich jemanden unter mir herum tauchen. Ich tippte ihn an und zeigte ihm das Chipband. Er nahm es und bedankte sich und wir hätten in dem Moment eigentlich lieber gequatscht, aber ja, wir befanden uns doch mitten im Triathlon, bei dem ich eh schon zu viel herumgetrödelt hatte. Also gings dann endlich los. Ich fand eigentlich relativ schnell einen guten Rhythmus und schaffte es ohne weiteren Probleme komplett durchzukraulen, worauf ich sehr stolz war, weil letztes Jahr, hatte ich es noch nicht mal bis zur ersten Boje kraulend geschafft. Aber die Zeit verging einfach nicht - ich glaubte, ich verbrachte schon Stunden mit dem Schwimmen. Und dann sah ich ihn endlich, den Ausstieg. Jetzt kam nur noch das, wovor ich am meisten Angst hatte - den Neo auszuziehen. Denn im Training hatte ich es oft geübt und es klappte einfach NIE! Ich brachte den Neo nicht über meine Oberarme runter, denn er saugte sich wie ein Vakuum an den Armen fest und falls ich es mal nach reißen und ziehen geschafft hatte, steckte er an der Hüfte und dann wieder wie ein Vakuum an den Oberschenkeln. Ich brauchte immer jemanden, der mir beim Ausziehen half. Also könnt ihr euch vorstellen, wie panisch ich davor war. Ich lief raus, machte den Klettverschluss auf und zog, jedoch hatte sich der Reißverschluss irgendwo verklemmt. Also riss ich an -yeah, offen. Jetzt ging es an die Schulter und Armpartie, was erstaunlicherweise relativ gut funkionierte. Und jetzt kam die Hüfte..einmal..zweimal..dreimal angerissen und schwupps, war er unten. Noch raussteigen und geschafft, ich war draußen. Aufgrund der Kälte entschied ich mich eine dünne Jacke anzuziehen, in die ich natürlich nur mit Schwierigkeiten hinein kam. Dann gings los.

Die Radstrecke war absolut nicht meins. Es ging die erste Hälfte immer leicht bergauf und das mit extremen Gegenwind. Ich kämpfte mich durch und ärgerte mich, wieso meine Aerobottle mich dauernd so anspritzte - es war schließlich kalt und ich hatte eh schon einiges getrunken! Bis ich mitbekam, dass es zu regnen begonnen hatte. Wer mich kennt weiß, dass ich Regen beim Radeln besonders liebte..NOT! Also versuchte ich alles um mich herum auszublenden und trat rein was das Zeug hielt, bis endlich die Erlösung kam und ich am Hügel ankam, bei dem es nur mehr runterging und sogar mit Rückenwind. Ich freute mich etwas zu früh, als die Sonne ein bisschen rauskam, denn schwuppsdiwupps fing es an zu hageln. Und es tat weh! Was konnte eigentlich noch alles passieren? Zum Glück gings dann auch schon in die Wechselzone und ab zum Laufen. Das Laufen fühlte sich super an, wären da nicht die komplett eingefrorenen Zehen gewesen, die vor allem das Bergauflaufen sehr erschwerten. Ich versuchte auch das auszublenden und lief so gut es ging. Ich merkte, dass ich von KM zu KM schneller wurde und brachte sogar das erste Mal am Tag ein Lächeln zusammen. Als mir noch ein Zuschauer zurief "Das schaut gut aus, was du da machst. Hol dir noch die vor dir" war ich sehr motiviert und versuchte noch eins draufzusetzen. Vor allem wusste ich davor nicht mal, dass da noch eine vor mir war. Also begab ich mich auf die Suche und da war sie auch schon. Sie war um einiges langsamer, weswegen es kein Problem war sie zu überholen. 500m vorm Ziel hörte ich plötzlich Getrampel hinter mir und schon sah ich sie im Augenwinkel..Nein das darf nicht sein und ich zog das Tempo an. 400m sprinteten wir nebeneinander, niemand wollte aufgeben und dann setzte sie nochmal eines drauf und war im Ziel. Tja, oft rennts blöd, aber sie hatte es sich verdient, da sie den Druck stand hielt.

Als ich die Ergebnisliste sah, war ich auch mehr als enttäuscht. 13. in meiner Klasse war ich noch nie, aber ja, es kann leider nicht immer gut laufen und schließlich habe ich wirklich alles gegeben, bis zur letzten Sekunde.
Umso erfreulicher war es, als ich mitbekommen habe, dass ich mich für die EM in Düsseldorf qualifiziert hatte. Denn bei dem Rennen gab es nur die Altersklasse 30-39 und die Qualifikationsaltersklassen sind in 5er Schritten eingeteilt, weswegen ich eigentlich in der 30-34 4. geworden wäre. Also ist dann doch alles wieder gut ausgegangen und ich war motiviert für das nächste Rennen am Neufeldersee.
Traun ist an sich ein sehr gut organisiertes Event - auch wenn das Finisherbuffet etwas mager ist und das Startsackerl nicht existiert. Auch Medaille gibt es keine, obwohl es diese zumindest vor 2 Jahren noch gab. Aber die Erinnerungen blieben mir auch ohne Medaille und Geschenke im Kopf ;)


Tulln Triathlon

Doch natürlich kam alles wieder anders. Als ich gehört hatte, dass der Vienna City Triathlon dieses Jahr zum letzen Mal über die Bühne lief, dachte ich mir, dass somit eigentlich nur mehr der Tulln Triathlon in direkter Nähe zu Wien veranstaltet wurde. Dieser würde heuer zum ersten Mal stattfinden, weswegen ich der Meinung war, dass man diesen unterstützen müsste, damit er auf jeden Fall noch nächstes Jahr bestehen bleiben würde. So meldete ich mich am letzt möglichen Tag an (bis dahin studierte ich das Wetter stündlich) und freute mich, dass auch Anna und Sabsi an den Start gingen. Auch dieses Mal ging es schon kurz nach 6 Uhr Richtung Tulln los und auf dem Weg dorthin ärgerte ich mich, wieso ich meine Augen überhaupt aufmachte, weil es andauernd zum Regnen begann.
Dort angekommen, regnete es zumindest nicht, aber die Radstrecke sah ziemlich nass aus, was mich nicht gerade fröhlich stimmte. Dafür umso mehr, als ich unsere Plätze in der Wechselzone sah. Anna war ganz am Rand einer Reihe und Sabsi und ich hatten eine komplette Reihe für uns allein ;) Endlich konnte sich mal ausgebreitet werden. Und dann hörte ich es..ganz leise, aber ich hörte das böse Wort in der Ferne "Neoverbot". Was? Das konnte ja nicht sein, denn noch einen Tag vorher hieß es 19°C und auf der Tafel vor dem Bad stand 20°C und jetzt hörte ich 22,4°C und somit auch Neoverbot bei der olympischen Distanz.
Das brachte mich leider etwas aus dem Konzept. Zwar hatte ich dann kein Problem damit, dass ich nicht aus dem Neo kam, aber ich bin halt einfach nicht wirklich gut im Schwimmen, weswegen mich der Auftrieb doch etwas schneller machte. Wahrscheinlich kam es eh auf dasselbe raus, aber ich bin ja zusätzlich noch sehr erfroren. Na, mal schauen, wie kalt das Wasser wirklich war.

Als ich mit einem Fuß reinging, dachte ich mir "Ok, sie haben Recht, das Wasser ist wirklich warm..", nach dem 2. Schritt bekam ich aber einen Schock, denn das Wasser war am Boden eisig. Ich brauchte ewig bis ich im Wasser war und als ich meinen Kopf unter Wasser tauchte, bekam ich wieder einen Herzstillstand und Atemnot. DAS WAREN KEINE 22 GRAD - nie und nimmer. Da ein Einspruch wegen Wassertemperatur im Triathlon nicht funktioniert, musste ich das hinnehmen und das Beste draus machen. Also versuchte ich mich an die Temperatur zu gewöhnen. Kurz vor Beginn schwommen Anna und ich zum Start und waren gerade auf halber Höhe, hörten wir "5,4,3.." und sahen uns panisch an und schon hörten wir den Startschuss. Ganz toll, ich war noch ca 40m von der Startlinie entfernt, war keine gute Schwimmerin und musste jetzt auch noch ohne Neo eine Aufholjagd starten. Ich gab mein Bestes, doch innerlich gab ich schon auf, als ich sah, dass die ersten schon bei der 1. Boje waren, als ich gerade mal bei der Startlinie vorbei war. Oft läuft es leider etwas blöd, aber ich gab nicht auf.
Das Schwimmen kam mir schon wieder ewig vor, aber es ging eigentlich trotz keinem Neo, sehr gut, bis plötzlich jemand anfing mich immer mehr abzudrängen. Ich konnte aber nicht weiter nach links, weil da schon das Ufer war und ich schon mit den Händen am Boden ankam. Ich versuchte ein bisschen zurückzudrängen, aber dieser Mann wurde immer aggressiver. Ich haute ein paar Mal rein um vor ihm wieder weiter nach rechts schwimmen zu können, aber das nahm er als anlass, mich an den Beinen zu packen und auf die Seite zu stoßen. Jetzt wurde ich schön langsam grantig und stupste mal zurück, worauf er mit voller Wucht mir eine auf den Kopf haute. Vor lauter Wut konnte ich etwas schneller schwimmen und befreite mich von dem Idioten, weil ich wusste, dass ich mit meiner nicht vorhandenden Kraft, den Kürzeren ziehen würde.
Als ich endlich aus dem Wasser war, sah ich auf die Uhr und war mega enttäuscht. Irgendetwas mit 16 stand da und das war alles andere als ok. Aber gleich hatte ich schon wieder andere Probleme, denn zuerst steckte der Strohhalm von der Aerobottle im Helm, dann bekam ich vor lauter Aufregung den Strohhalm nicht in die Aerobottle und dann musste ich auch noch mit den blöden Radschuhen 300m bergauf mit dem Rad bis zum Aufstieg. Dann gings auch schon auf die Radstrecke mit sehr viel Wind - mal wieder. Egal wie ich rein trat, ich kam kaum über die 30 kmh, jedoch überholte ich einige und wurde kaum überholt. Die Radstrecke war eigentlich eher flach, weswegen ich mir einiges erhoffte, aber leider kann der Wind einem so richtig schön auf die Fresse hauen..zum Glück nur symbolisch. Auf halber Strecke überholte ich Sabsi und Anna, grüßte und motivierte sie und dann wars auch schon wieder vorbei. Wieder über diesen blöden Hügel mit den Radschuhen über den rutschigen Teppich und rein in die Laufschuhe.

Ich lief los und es ging fast wie von alleine. Ein sehr gutes Gefühl, das von KM zu KM immer besser wurde. Ich begann mit 4:40/km und landete bei 4:20/km und überholte nur. Eine einzige Person überholte mich, sonst war ich auf der Überholspur. Die letzten 500m waren die Schwierigsten, weil es da über Wiese und Schotter ging, aber ich schaffte es noch mit einem wackeligen Sprint ins Ziel. Dort staunte ich nicht schlecht, als ich das Finisherbuffet sah - Melonen, Erdbeeren, Bananen, Mehlspeisen, Brot, Aufstriche, Cola, Kaffee, Kakao uvm. So sollte Triathleten immer empfangen werden, dann hat man unterwegs auch mehr Ansporn es zu schaffen :D Insgesamt wurde ich 15. Frau und 5, in meiner AK. Es war okay, vor allem das Laufen war nahezu perfekt, aber im Großen und Ganzen verbesserungswürdig. Übrigens erfuhr ich im Nachhinein, dass es keine 16 war, die nach dem Schwimmen auf der Uhr auftauchte, sondern eine 15. Also wars trotz des verpassten Starts in Ordnung.

Ansonsten ein tolles und gut organisiertes Event, mit tollem Startsackerl, Handtuch als Geschenk, Finishermedaille und riesigen Finisherbuffet. Nächstes Jahr auf jeden Fall wieder
ein Fixpunkt!

Neufeldersee Triathlon

Am Samstag, den 11. Juni ging es nach den NIKE meets Run Club Intervallen (diente als Aktivierung :D) ins Burgenland am Neufeldersee. Ich erhoffte mir aufgrund der Intervalle am Vormittag und des Wetters beim Hinfahren nicht wirklich viel, aber freute mich trotzdem, da ich es liebe an Triathlons teilzunehmen. Philipp und Anna standen dieses Mal auch am Start, Jakub und Sabsi kamen auch, um uns anzufeuern.
Die erste Frage, die sich stellte..Neoverbot oder nicht? Angeblich hatte der See 18 Grad, was ich nach kurzem Zehentest auch sehr bezweifelte, weil der See war um einiges wärmer als das Tullner Aubad die Woche zuvor.
Wir richteten die sehr enge Wechselzone ein, studierten die Ausgänge und machten uns dann zum Start auf. Von solchen Dingen, wie Gewitterwarnung, wollte ich nichts hören. Noch immer stellte sich die Frage -  mit oder ohne Neo. Da sich auch die besten Schwimmer den Neo anzogen, machte ich es auch - wieder mit der Panik nicht rauszukommen.
Diesmal ging es etwas früher zum Einschwimmen, damit der Start diesmal auf keinen Fall verpennt werden würde. Kaum war die erste Startwelle weg, stand ich schon ganz brav im Startblock und wartete auf den Startschuss. Das passierte mir kein zweites Mal. Und schon gings los und ich merkte, dass die 2. Reihe nicht die beste für meine Schwimmkünste war. Nichts desto trotz ging es aber trotzdem sehr gut und bis auf ein paar Ausreißer nach rechts, sollte nichts schlimmeres passieren. Ca. 50m vorm Ausstieg merkte ich, wie eine Dame neben mir schon aufstand. Da ich mich aber an Podersdorf erinnerte und wusste, dass man schwimmend schneller ist als watend, schwomm ich weiter. Als sie merkte, dass ich schneller war beim Schwimmen als sie beim Gehen, hechtete sie wieder ins Wasser :D Anscheinend konnte sie aber nicht mehr, weil sie nach weiteren 10m wieder aufstand. Nachdem ich sie schwimmend wieder überholt hatte, hechtetet sie wieder rein. Ja, wenn man so seine Kräfte verbrauchen will, dann bitte.
Jetzt kam die Stunde der Wahrheit - kam ich raus aus dem Neo? Über die Schultern und die Arme ging es super, aber da war dann wieder diese Hüfte.. einmal, zweimal, dreimal, viermal..endlich löste sich da was und der Neo ging runter. Noch über die Beine und Füße und ausgezogen. Doch wo gab ich den jetzt hin ohne dass der Nachbar sein Rad drauf stellte? Ich wurschtelte ihn zusammen und legte ihn ganz nach hinten. Dann bekam ich den blöden Helm nicht auf, weil mein Zopf zu hoch war. Zopf weiter runter gezogen, Helm auf und los gings.
Ich war schon sehr gespannt auf die Radstrecke und strampelte rein. Die ersten 5km mit Rückenwind gingen super, hatte dauernd knappe 40kmh am Tacho stehen. Auch die zweiten 5km gingen locker flockig, auch wenn es immer wieder ein paar Hügeln gab. Es war wiedermal ein Dauerüberholen und lustigerweise fast nur Männer, die 5min vor den Frauen gestartet sind. Und dann kamen wir auf eine Straße die voller Autos war. Die Autos benahmen sich nicht sehr rücksichtsvoll, weil sie kamen uns sehr sehr nahe und bei Engstellen versuchten sie sich reinzuquetschen, anstatt vlt mal daran zu denken, dass wir auch überholen mussten. Ein paar Kilometer gab es keine Chance irgendwie zu überholen, geschweige denn, nicht Windschatten zu fahren. Auch die Technical Officials standen hinter den Autos im Stau und konnten nicht voran. Und als es dann Bergab ging und nach einen Kreisverkehr scharf rechts, baute ich auch fast einen Unfall, weil mich ein Auto schnitt, ich nach links ausweichen wollte, da aber gerade wieder ein Auto kam. Ich muss ehrlich sagen, ich sah mich dort schon liegen, aber zum Glück ging sich knapp noch alles aus. Der Polizist der im Kreisverkehr stand schrie und fuchtelte wild um sich "Die scheiß Autofahrer..wieso fahren die da überhaupt? So rücksichtslos.." Kaum bog ich ab, war er da, mein lieber Freund der Gegenwind in Begleitung mit seinem guten Freund, dem Regen. Und schon ging das Tacho immer weiter runter und ich musste kämpfen über den 25kmh zu bleiben. Ein paar Leute holte ich mir noch und dann ging es auch schon wieder in die Wechselzone. Nachdem ich zum Laufen bereit war, hatte ich plötzlich ein Blackout. Ich wusste einfach nicht, was ich tun musste, vor allem wohin, obwohl ich das vorher alles zig Male durchgegangen bin. Also drückte ich mal auf meiner Uhr herum und schaute verwirrt in alle Richtungen. Dann sah ich einen Mann der neben mir weg lief und folgte ihm. Kaum war ich aus der WZ draußen, ärgerte ich mich so über mich selbst. Vor allem konnte ich mir nicht erklären, was da gerade passiert war.
Und so lief ich und überholte und überholte und konnte kaum glauben, als ich nach dem ersten Km 4:14/km auf meiner Uhr sah. Das konnte doch nicht stimmen. Aber es ging gut und ich überholte weiter. Nach dem 4. KM wurde es aufgrund des Regens etwas rutschig und das Laufen wurde dadurch immer anstrengender. 500m vorm Ziel musste wieder auf einer Wiese bzw. Schotter gelaufen werden und meine Muskeln wollten einfach nicht mehr. Dann war da auch schon das 5KM Schild und ich wusste dass es noch knappe 300m sind. Irgendwie war ich schon seit einiger Zeit nicht mehr ganz bei Sinnen, ich war einfach im Flow, starrte nur noch, blinzelte kaum mehr und ich konnte innerlich nur mehr grinsen. "Das ist also das sogenannte Runners High!" dachte ich mir, setzte zum Zielsprint an, verlor gegen einen gefühlten 80 jährigen und lief genau bei 1:17:00 ein. Ich war einfach nur megahappy. 1:17 bei einer herkömmlichen Sprintdistanz war ein Ziel, das für mich letztes Jahr noch so unerreichbar war und eigentlich eher ein Ziel für 2017 war.
Aber ich hatte es geschafft und es konnte mir niemand mehr nehmen. Auch Philipp konnte es kaum glauben, dass er bei 1:08 ins Ziel kam - ein Ziel, das er schon seit Jahren hatte, aber nie erreichte. Als ich dann auch noch erfuhr, dass ich 2. in der AK geworden war und insgesamt 7. Frau, war das Ergebnis nochmals um einiges schöner.


Beim Neufeldersee Triathlon können sich noch einige Organisatoren etwas abschauen. Man bekommt neben einem vollgefüllten Startsackerl ein Funktionsshirt, eine Medaille und einen Gutschein für eine Portion Pasta. Das Finisherbuffet war auch in Ordnung, auch wenn die Mehlspeisen schon aus waren, als ich ins Ziel kam. Das einzige, was ich wirklich zu bemängeln habe, sind die nicht gesperrten Straßen, die sehr stark befahren waren - das finde ich eher lebensgefährlich.

Trauntriathlonhttp://www.trauntriathlon.at/
Tulln Triathlonhttp://www.tulln-triathlon.at/
Neufeldersee Triathlonhttp://www.p3trisports.at/trin/


Nachdem ich vorletzte Woche einen Duathlon Rookie gesucht habe und es echt schwer war aufgrund der vielen und echt guten Bewerbungen jemanden auszuwählen, hab ich doch nach einigem rauszögern und auch schlaflosen Nächten jemanden gefunden - Heidi!

Heidi ist so, man vermutet, um die 30 herum ;), lebt in Wien und bezeichnet sich selbst als Running Chick. Sie liebt es zu laufen und an Wettkämpfen teilzunehmen. Wegen einer Verletzungspause kaufte sie sich letztes Jahr ein Rennrad und drehte ihre Runden. Sie bezeichnet sich aber selbst nicht ganz sattelfest und bräuchte auf jeden Fall noch Unterstützung bezüglich Radtraining.

Das waren mal sehr gute Voraussetzungen für einen Duathlon Rookie, zum Teil vielleicht zu gute. Aber da wir nur 6 Wochen haben und ihre Worte wirklich sehr gut gewählt und herzergreifend waren, habe ich mich für sie entschieden. Eine gute Wahl? Wir werden es am Tag X sehen ;)
Bei 3 weiteren Bewerber, dessen Bewerbungen auch super waren, habe ich mich entschieden, auch mit ihnen zu trainieren und ihnen einen Trainingsplan zu geben.

Hier eine kleine Zusammenfassung der ersten Trainingswoche von Heidi:

Heidis Resümee Woche 1


Ich hab's getan. Ich bin per Zufall über Sabine, ihre Seite und ihr Angebot (Startplatz plus Training für den 1. Women's Duathlon) gestolpert. Was soll ich sagen, auf Glück beworben und gewonnen.


Über Duathlon hatte ich schon nachgedacht. Man braucht ja immer wieder eine neue Herausforderung. Allerdings saß dann doch ein kleiner Schweinehund auf meiner  Schulter, der flüsterte: "aber am Rad fehlen dir Praxis, Kilometer, Sicherheit, Sitzfleisch, Tempo...".
Der fette Kerl wollte gar nicht die Klappe halten.
Sabine und die Chance, die sie bot, haben ihn gestoppt.

Der Trainingsplan von Sabine kam per Mail und ich war aufgeregt und motiviert und gespannt.
Außerdem schnaufte ich durch. Den Plan durchzuziehen, sah durchaus machbar aus.
Die Tage zuvor war ich schon fleißig und hab spontan unter anderem mein erstes "Koppeltraining" absolviert. Einfach weil ich es wissen wollte.
Also 32km am Rad und danach 5km laufen.
Und woah...dieses Gefühl unbeschreiblich, komisch, eigenartig bis ekelig...

Der Montag ging gut los mit einer Laufeinheit. Mein Terrain. 
Vor Dienstag und dem ersten offiziellen Koppeltraining hatte ich etwas Nervenflattern.
Ich bin noch nie Intervalle am Rad gefahren.
Laufen kann ich quasi im Schlaf, Rennrad ist da ein anderes Kaliber.
Die Intervalle gingen okay. Mein Training ist pulsorientiert ausgelegt. Den hab ich getroffen.
Richtig schnell war ich nicht, aber das Gefühl gut. Das eigenartig ekelhafte Gefühl vom Rad aufs Laufen umzusteigen war direkt wieder da...allerdings da schon einmal erlebt war ich drauf eingestellt.
Nach den Einheiten fühlte ich mich großartig. Soll erfüllt und es ging mir gut dabei und vor allem spitze danach.
Meinen Ruhetag hatte ich am Mittwoch. Da gab's nur lockeres radeln in die Arbeit und wieder heim.
Den Tag hab ich mit Donnerstag getauscht, da mich ein ekelhafter Schnupfen heimsuchte.
Ich merkte es bereits am Montag Abend und anstatt besser wurde er nur noch schlimmer.
Der Lauf am Donnerstag quasi Routine. Den baute ich einfach in meinen sonst so gewohnten Run in die Arbeit ein...es kam noch ein wenig Bein-/Rumpftraining dazu.
Dieses bisschen Training bescherte mir einen leichten Muskelkater...an sich kein Thema allerdings in Anbetracht der nächsten Einheit am Plan (Laufintervalle) eher semioptimal.
So Freitag da und obwohl schon Intervalle gelaufen...der Respekt vor 6x1000m wie immer vorhanden.
Ich hatte meinen persönlichen Pacemaker, meinen Freund dabei.
Und es lief trotz etwas müder Beine, aber wie schon erwähnt das Laufen ist eindeutig meine stärkere Disziplin.
Die Intervalle hatten es trotzdem in sich und in der Nacht merkte ich (unruhiger Schlaf), dass die Einheit belastend war.
Am Samstag dann die Frage wie bitte soll ich heute bis zu drei Stunden Radfahren gehen?
Ganz einfach, eben nicht fragen, sondern machen.
Die erste Stunde war zäh, die Motivation fehlte...schlussendlich wurden es ~2h15min.
Das Hochgefühl danach diesmal blieb aus. 
Langsam sagte mir mein Körper deutlich, "Hey, was soll das? Ich bin sowas nicht gewöhnt!".
Jammern zählt aber nicht und der Blick auf den Plan ließ mich leicht schlucken. 
Die Woche sollte mit einem 2h Lauf beendet werden. 
Was am Morgen noch unvorstellbar schien, weil da ein Zwicken, Körper müde, wurde dann doch überraschend gut umgesetzt und somit der Sonntag mit einem langen, "langsamen" Lauf beendet.

Fazit der Woche: 


Zwischen Fahrtwind und Gegenwind liegen Welten ;-)

Wenn der Puls am Rad nicht nach oben geht, helfen dem lebensmüde Eichhörnchen spielend auf die Sprünge

Intervalle und ich ein eigenes Kapitel

Nicht denken, überlegen, zögern, zweifeln, einfach machen!

Noch fünf Wochen bin gespannt was da noch geht...

Sabines Resümee:

Zwar hatten wir diese Woche aufgrund von Zeitmangel meiner Seite noch kein gemeinsames Training, aber ich merke schon, Heidi war ganz und gar nicht die falsche Wahl. Sie ist sehr gewissenhaft bei der Sache, ist auch ein kleines Nervenbündel, wie ich, aber wenn es drauf ankommt, ist sie mit 100% dabei.
Meine Trainingswoche war etwas abgespeckt, da ich am Sonntag beim Tulln Triathlon gestartet bin, aber ich hab ja auch schon etwas mehr Radtraining in den Beinen. Kommenden Sonntag gibt es dann eine gemeinsame Ausfahrt mit allen Interessierten. Bei Interesse meldet euch bei mir :)